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Ein unvergessliches Handwerker-Ferienlager für Kinder

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„Wer will fleißige Handwerker seh’n…” 

Wer will fleißige Handwerker seh’n, der muss zu uns Kindern geh’n! – lautete das fröhliche Motto des diesjährigen Sommercamps in Fünfkirchen/Pécs des Vereins für Ungarndeutsche Kinder (VUK). Inspiriert von dem bekannten deutschen Kinderlied, stand die handwerkliche Welt im Mittelpunkt einer besonderen Ferienwoche, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur praktische Fähigkeiten vermittelte, sondern ihnen auch einen lebendigen Einblick in die Arbeitswelt ihrer Vorfahren ermöglichte.

Blaumalerei

In Zeiten, in denen Kinder Produkte meist nur fertig im Supermarktregal sehen, stellt sich immer häufiger die Frage: Wie war das eigentlich früher? Genau diese Überlegung veranlasste unseren Verein dazu, ein Feriencamp zu gestalten, das sich ganz dem traditionellen Handwerk widmet.

Das Valeria-Koch-Bildungszentrum, das das kinderfreundliche Camp beherbergt, hat auch in diesem Jahr sein Engagement für die Weitergabe ungarndeutscher Traditionen unter Beweis gestellt und die Kinder mit großer Herzlichkeit empfangen.

Unter der engagierten Leitung von Gabriella Sillmann und Henriett Rang begaben sich 36 Schülerinnen und Schüler in der ersten Woche der Sommerferien auf eine spannende Entdeckungsreise. Unterstützt wurden sie von vier hilfsbereiten und herzlichen Jugendlichen – Médea Kóczián, Anna Kratofil, Milos Tóth und Adam Pfaff –, die durch ihre fürsorgliche Art schnell die Herzen der Kinder gewannen.

Trachtvorstellung

Mit viel Begeisterung und Neugier lernten die Kinder Berufe kennen, die einst für das tägliche Leben der Dorfgemeinschaft unverzichtbar waren: Schreiner, Schuhmacher, Müller und Töpfer. Unter Anleitung erfahrener Handwerker konnten die Kinder selbst Hand anlegen und eigene kleine Werke schaffen – eine Erfahrung, die weit über das bloße Basteln hinausging.

Das Camp bot nicht nur die Möglichkeit, die Schönheit traditioneller Berufe zu entdecken, sondern auch den Respekt und die Wertschätzung für handwerkliches Können zu fördern – Werte, die heute oft in Vergessenheit geraten.

Natürlich durften auch in diesem Jahr unsere bereits ikonisch gewordenen Ausflüge nicht fehlen. Am Mittwoch unternahmen wir eine Reise nach Nadasch/Mecseknádasd, da einige Handwerke ortsgebunden sind und somit nur vor Ort besichtigt werden konnten. Nach der Besichtigung der Mühle am Bach erklärte uns der Müller ausführlich alle Feinheiten und Geheimnisse seines Handwerks.

In der Töpferwerkstatt wurden wir mit erfrischendem Holundersirup empfangen, und konnten einem echten Meister bei der Arbeit zusehen. Schließlich lauschten wir den geheimnisvollen Geschichten der alten Gefäße, die sich in den Regalen stapelten.

Am Donnerstag wurden wir im Lenau Haus von Anikó Kramm-Mezei herzlich empfangen. Dort lernten wir die Zubereitung der bei den Deutschen so beliebten Päckekipferl kennen. Die begeisterten Kinder wollten mit dem Backen gar nicht mehr aufhören. Die fertigen Kipferl durften selbstverständlich probiert und mit nach Hause genommen werden.

Kipferlbacken

Die Eltern und Großeltern, die ihre Kinder abholten, sagten mit Tränen in den Augen nach dem Verkosten: Das schmeckt genau wie bei meiner Oma – so etwas Leckeres habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen! Die Kinder berichteten stolz über den gesamten Backvorgang.

Am Ende der Woche blickten die Kinder auf viele neue Erfahrungen, selbstgemachte Erinnerungsstücke und zahlreiche neu gewonnene Freundschaften zurück. Es war eine Woche voller Lernen, Lachen und kreativen Entdeckungen – der beste Beweis dafür, dass das Handwerk auch heute noch begeistert.

Wir sind dem Bundesministerium des Innern (BMI) für die finanzielle Unterstützung des Camps zu großem Dank verpflichtet, denn ohne ihre Hilfe hätte diese für alle unvergessliche Ferienfreizeit nicht stattfinden können.

Das VUK-Team

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