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Hl.-Anna-Andacht auf dem Schwabenberg

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Schon seit langem wollte das St. Gerhards-Werk Ungarn am 26. Juli, am Namenstag der Hl. Anna, eine Andacht vor der St.-Anna-Kapelle beim Wetterbaum organisieren. Dieses Jahr wurde unser Wunsch erfüllt.

Saarer Pilger mit Pfarrer Bernhard Kollmann

Diese Kapelle, die die Wudigeßer Schwaben zwischen 1825 und 1830 zu Ehren der Mutter von Jungfrau Maria errichteten, wurde ein beliebter Wallfahrtsort, wohin die Wudigeßer jedes Jahr, aber besonders am Anna-Tag mit Prozession besuchten. Sie beteten zu Gott u. a. für die gute Ernte.

Das Ölgemälde „Die heilige Anna Selbdritt”

Zum Festtag der Hl. Anna sind jetzt zwei besondere Geschenke, die mit der Mutter von Maria verbunden sind, in die Kapelle gekommen. Seit der Wiederherstellung der Kapelle fehlte nämlich ein Heiligenbild. Im Juli 2025 besuchten die Vereinsmitglieder Maria Herein Kőrös und Dr. András Salamin die 92-jährige Anna von Staden in Heidelberg, die als Kind aus Wudigeß/Budakeszi vertrieben worden war. Sie schenkte jetzt der St.-Anna-Kapelle ein Ölgemälde mit dem Titel „Die heilige Anna Selbdritt” (Anna, Tochter Maria und das Jesukind). Das Gemälde war ein Geschenk von ihrer Cousine Eva Kienzler geb. Ortner und deren Mann, Bruno Kienzler, zu ihrem 70. Geburtstag (29.08.2003).

Das Ölgemälde wurde 2003 von Dimitri Petrov nach der Statue des Seitenaltars der Dorfkirche in Hausach (Schwarzwald) gemalt. Das Atelier des Malers befand sich damals in Brunos Werkstatt. Die Dorfkirche in Hausach wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 16. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut. Dieses Gemälde fand nun am 26. Juli 2025 in der St.-Anna-Kapelle seinen Platz.

Die Tiroler Holzschnitzerei der Hl. Anna mit Maria

Von ihrer Gelöbniswallfahrt im Juli 2025 brachte die stellvertretende Vorsitzende des St. Gerhards-Werks Ungarn, Maria Herein Kőrös, eine 23 cm große Tiroler Holzschnitzerei der Hl. Anna mit Maria mit, die nach der Litanei in der St.-Anna-Basilika in Altötting gesegnet wurde. Die Statue wurde Teil der Wallfahrten zur St.-Anna-Kapelle – ein Foto der Staue wurde diesmal dort aufgehängt.

Pilger aus verschiedenen Ortschaften (Budapest, Wudigeß/Budakeszi, Wudersch/Budaörs, Kerecsend, Saar/Szár, Bogdan/Dunabogdány) kamen zur Andacht am Anna-Tag und auch Bernhard Kollmann, Pfarrer der St. Elisabeth Katholischen Gemeinde deutscher Sprache, war anwesend, worüber sich die Gläubigen sehr freuten. 

Nach den Grußworten las der Vorsitzende des St. Gerhards-Werks Ungarn, Dr. Paul Klincsek, den Text des Liedes „Mutter Anna, dir sei Preis” mit 9 Strophen vor, dann hörten die Gläubigen ein Gebet und Gedanken aus der Magazinsendung von Radio Maria über das heilige Ehepaar Anna und Joachim. Nach einem Vaterunser und „Gegrüßet seist du Maria”, die die Pilger zusammen beteten, wurde ein längerer Text über die Verehrung der Hl. Anna in deutscher Sprache vorgetragen.

Pilger vor der Kapelle

Die Aufnahme des Liedes „St. Anna”, das im Jahre 2024 in Altötting in der St.-Anna-Basilika nach der Marienandacht erklang, fand bei den Gläubigern großen Beifall.

Die kurze Geschichte der St.-Anna-Kapelle und der Versöhnungskapelle von Schwabenberg stellte der Lokalhistoriker und Wiederaufbauer der Kapelle Dr. András Salamin vor.

Der Wudigeßer Frauenchor erfreute die Pilger unter der Leitung von Edit Krizsán mit den folgenden deutschen Marienliedern: „Mit frohem Herzen”, „Segne du Maria”, „Geleite durch die Wellen” und „Alle Tage sing und sage”.

Die familiäre und gut gelungene Andacht endete mit Gesprächen, Pogatschen und Fotografieren, schließlich bekamen alle Teilnehmer ein Heftchen mit der Geschichte der St.-Anna-Kapelle. Die Pilger freuten sich darüber, dass sie die Möglichkeit hatten, die kleine Kapelle mit den neuen Geschenken zu besichtigen, und diejenigen, die mit der Kindereisenbahn gekommen sind, beeilten sich zu der Blumental-Station, um den vorletzten Zug um 18 Uhr 11 zu erreichen.

Maria Herein Kőrös

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