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Die Achtklässler der Bohler Grundschule tauschten bereits zum fünften Mal das Klassenzimmer gegen ein besonderes Lernumfeld in Litowr/Liptód. Das einwöchige deutsche Sprach- und Volkskundecamp wurde von der Schulträgerin, der Bohler Deutschen Selbstverwaltung, dem Bethlen-Gábor-Fondsverwalter, dem Verband der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen und der Stiftung der Grundschule Bohl/Bóly gefördert.
Die Schüler, die eine DSD-Sprachprüfung machen werden, verbrachten dort eine erlebnisreiche Herbstwoche voll mit Lernen, Spielen und Entdecken.
Intensives Deutschtraining mit Blick auf die DSD-Prüfung
Vormittags stand konzentriertes Lernen auf dem Programm: vier Unterrichtsstunden täglich wurden den Aufgaben der DSD-I-Sprachprüfung gewidmet, um bestens darauf vorbereitet zu sein. Die Schüler übten Lese- und Hörverstehen, schriftliche und mündliche Kommunikation – und das in einer besonders motivierenden Umgebung fernab des üblichen Schulalltags. Wenn das Wetter schön war, verliefen die Stunden im Freien. „Man ist einfach viel konzentrierter, weil es sich nicht wie Schule anfühlt.“, so eine Schülerin. Auch die Lehrkräfte spürten die Motivation: „Wir haben gemerkt, dass die Kinder richtig mitziehen, wenn der Unterricht mal nicht im gewohnten Klassenzimmer stattfindet.“
Nachmittags Kultur hautnah erleben
Nachmittags verwandelte sich das Camp in ein lebendiges Klassenzimmer der ungarndeutschen Kultur. Die Schüler lernten Bräuche und Traditionen kennen, nahmen begeistert an einem interaktiven Programm teil. Viele abwechslungsreiche Aktivitäten bereicherten die Tage: der Besuch der örtlichen Kirche, eine Fahrt mit dem Pferdewagen, eine Dorfrallye, wobei interessante Plätze gefunden und knifflige Aufgaben gelöst werden mussten, und alte schwäbische Spiele – vom Eierlauf über Sackhüpfen bis hin zum Ziegelmachen aus Lehm. Die Schüler hatten sichtlich Spaß: „Wir fühlten uns wie kleine Kinder, als wir barfuß im Lehm standen und Ziegel traten“, erinnerte sich ein Achtklässler lachend. „Und, dass wir unsere Monogramme in den Lehm drücken durften, war richtig cool.“
Kulinarische Höhepunkte inklusive
Auch der Gaumen kam nicht zu kurz. Alte schwäbische Rezepte wurden ausprobiert, und der selbstgebackene Kuchen der Schüler war schnell vergriffen. „Aber ehrlich gesagt – auch das Essen im Camp war fantastisch. Wir wurden richtig verwöhnt!“, schwärmte die Campführerin und Klassenlehrerin Brigitta Maul.
Gemeinschaft stärken – und dabei Spaß haben
Besonders viel Spaß bot die Überlebenstour und die Nachtwanderung. Die Abende boten außerdem Gelegenheit für Fußball, Karten- und Tischtennisspiele, verschiedene Wettbewerbe sowie einen deutschsprachigen Film. So blieb auch Zeit für Gespräche und gemeinsames Lachen – und die Klassengemeinschaft wurde gestärkt. „Man lernt seine Mitschüler noch einmal ganz anders kennen, wenn man zusammen im Camp ist“, meinte ein Schüler. Der Methodenkoffer des Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrums (UMZ) hat auch für Abwechslung an den Abenden gesorgt.
Ein voller Erfolg mit Wiederholungswunsch
„Die Woche im Camp war toll, jeder hatte viel Spaß. Sowohl den Kindern als auch den Lehrern tat der außerschulische Unterricht gut“, so das Fazit der Organisatoren. Auch das Wetter spielte mit und machte die Tage noch schöner. Kein Wunder, dass wir dieses Programm auch nächstes Jahr wiederholen möchten.
Anita Kerner




