SchnellnachrichtenStephan Mayer MdB ist neuer BdV-Präsident

Stephan Mayer MdB ist neuer BdV-Präsident

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

BdV-Pressemitteilung

Neues Präsidium komplett – Umfassende Entschließung gefasst

Die Bundesversammlung des Bundes der Vertriebenen (BdV) hat am 10. Oktober 2025 in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin ein neues Präsidium gewählt. Neuer Präsident ist der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, der mit 98 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt wurde. Mayer folgt auf Dr. Bernd Fabritius, der den Verband seit 2014 geführt hat und nicht erneut kandidierte, um sich voll auf sein Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten konzentrieren zu können. 

Stephan Mayer MdB (Foto: Deutscher Bundestag/Inga Haar)

Stephan Mayer, 51, engagiert sich seit 2008 im BdV-Präsidium, seit 2016 als Vizepräsident. Aufgrund seiner familiären Wurzeln ist er der Sudetendeutschen Landsmannschaft eng verbunden und gehört dem Präsidium des Sudetendeutschen Rates an. Mit der Leitung eines bundesweiten Dachverbandes hat der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär bereits zwischen 2010 und 2018 als Präsident der THW-Bundesvereinigung Erfahrung gesammelt. Bereits seit 2002 vertritt der Rechtsanwalt den Wahlkreis Altötting/Mühldorf am Inn als direkt gewählter Abgeordneter der CSU im Deutschen Bundestag.

„Ich bin von dem in mich gesetzten Vertrauen tief bewegt. Der BdV bleibt ein unverzichtbarer Teil der politischen und kulturellen Identität unseres Landes. Er ist kein Bittsteller, sondern ein verlässlicher Partner der Politik mit Anspruch auf Umsetzung politischer Zusagen. Unser Auftrag bleibt: erinnern, bewahren, gestalten – für Frieden, Freiheit und ein geeintes Europa“, erklärte Mayer nach seiner Wahl.

Zu Vizepräsidenten des Verbandes wählten die Delegierten: Stephan Grigat, Rita Hagl-Kehl, Raimund Haser MdL, Steffen Hörtler, Egon Primas und Johann Thießen.

Zu weiteren Mitgliedern des Präsidiums wurden gewählt: Milan Horáček, Rainer Lehni, Siegbert Ortmann, Stephan Rauhut, Brunhilde Reitmeier-Zwick und Heiko Schmelzle.

Kraft Amtes gehört Hiltrud Leber als Präsidentin des Frauenverbandes dem Präsidium an.

Spontan trugen die Delegierten der Bundesversammlung auf Vorschläge aus ihrer Mitte sowie vom neuen Präsidenten dem scheidenden Präsidenten, Dr. Bernd Fabritius, die Ehrenpräsidentschaft an. Fabritius nahm diese hohe Ehrung sichtlich gerührt an und dankte für das damit erneut zum Ausdruck gekommene Vertrauen.

Das neue Präsidium steht für Kontinuität in den Themen und Erneuerung in der Ansprache kommender Generationen.

Thematische Schwerpunkte der Bundesversammlung

Die Bundesversammlung fasste zugleich eine umfassende Entschließung zu den Schwerpunkten Erinnerungskultur, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Zukunft der Vertriebenenarbeit. Sie fordert u.a.:

  • die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags nach § 96 BVFG, um Geschichte, Kultur und Identität der Heimatvertriebenen und Aussiedler dauerhaft zu sichern;
  • eine verlässliche Förderung der Kulturinstitutionen wie des Oberschlesischen Landesmuseums und der Kulturstiftung der Vertriebenen;
  • den Erhalt des Kulturerbes in den Heimatgebieten und die Förderung der Verständigungsarbeit mit den östlichen Nachbarn;
  • die Stärkung der Migrationsberatung (MBE) sowie die Sicherung sozialer Gerechtigkeit für Spätaussiedler, insbesondere durch eine Reform des Fremdrentenrechts;
  • die Ächtung von Vertreibungen weltweit und die völkerrechtliche Anerkennung des Rechts auf die Heimat als Menschenrecht.

Das diesjährige Leitwort „80 Jahre: Erinnern – Bewahren – Gestalten“ verband die Bundesversammlung mit dem 75. Jahrestag der Charta der deutschen Heimatvertriebenen und dem 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs.

Mayer erklärte zum Abschluss: „Der Generationswechsel an der Spitze unseres Verbandes ist mehr als nur ein personeller Wechsel – er ist das Versprechen, Erinnerung und Verantwortung in neuer Form weiterzutragen. Der Bund der Vertriebenen bleibt eine Gemeinschaft der Menschlichkeit und der Verständigung, die Brücken schlägt zwischen Vergangenheit und Zukunft. Aus Erinnerung erwächst Verantwortung – aus Verantwortung entsteht Zukunft.“

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.