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Ein Nachmittag im Zeichen des ungarndeutschen Liedgutes

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Am 28. November wurde in der Bohler Allgemeinbildenden Kunst- und Grundschule der Branauer Deutsche Gesangswettbewerb organisiert, zu dem Schüler aus den Komitaten Branau/Baranya und Schomodei/Somogy in verschiedenen Kategorien mit frei gewählten Volksliederkränzen erwartet wurden. Der Einsatz war nicht unsonst: Es ging um den Einzug ins Landesfinale des zweiten ungarndeutschen Gesangswettbewerbs, das im April 2026 in Budapest ausgetragen wird.

Lilla Bacsi und Sára Hanna Lőrincz

Aber viel wichtiger ist, dass wir unser Liedgut den Kindern so weitergeben können, dass unsere schönen Volkslieder mit Freude gesungen werden, denn diese bereichern unsere Persönlichkeit, beruhigen unsere Seele und durch ihre Lehre geben sie uns praktische Ratschläge, die auch heute noch gültig sind. Als Lehrerinnen finden wir es immer schön, mit den Kindern unsere Volkslieder einüben zu können, denn es erweckt in uns Emotionen und Erinnerungen an unsere Ahnen. Diese positiven Gefühle spüren die Kinder, so trägt dieser Prozess auch zu ihrer positiven Einstellung ihrer Nationalität gegenüber bei, und stärkt ihr Identitätsgefühl.

Der Mädchenchor aus Gereschlak

Die Lehrkräfte unserer Schule bemühten sich, eine zum Gesangswettbewerb passende echt ungarndeutsche Dekoration zu schaffen, so bastelten sie auch eine Fotowand. Blaufärbermuster war überall prägend, damit die Gäste auch ein Stück Kultur aus Bohl/Bóly als Erinnerung mit nach Hause nehmen können. 

Hanna Katona und Ákos Rőth

Ab 13.00 Uhr war es endlich so weit. Unsere Mädels in Tracht empfingen die Gäste an der Eingangstür mit einem Rosmareinzweig. Bei der Registration meldeten sich 52 Kinder an. Die Trachten kamen aus den Koffern und anhand dieser sah man bereits, woher die Bewerber gekommen sind. Auf der Flur hörte man schon die Proben und das Einstimmen der Sänger. Ein Geruch von Heimat zieht auch durch die Flur, denn frisch gebackene Peköschkipfel und Pogatschen durften alle nach Lust kosten. 

Kleiner Chor aus Lantschuk

Um 14.00 Uhr war die offizielle Eröffnung. Die Mitglieder der Tanzgruppe „Fröhliche Bohler” eröffneten den Wettbewerb mit einer Choreografie, wozu die musikalische Unterstützung die Blaskapelle der Schule sicherte. Direktorin Ágnes Far-Czinner begrüßte alle und bat die Gäste darum, mit den Kindern die Hymne der Ungarndeutschen zu singen. Danach stellte LdU-Regionalbüroleiter Zoltán Schmidt die Jury vor und erklärte die Kriterien sowie die Kategorien. 21 Bewerber aus 7 Grundschulen in den Kategorien Solo, Duo und kleiner Chor kamen nacheinander an die Reihe. Mehr als 40 ungarndeutsche Volkslieder waren zu hören.

Die Tanzgruppe „Fröhliche Bohler”

Es war herzergreifend, wie schön einige auch mit den Augen sangen, wie sie sich mit dem Musiker am Akkordeon ergänzten.

Auch die Schülerinnen unserer Schule präsentierten sich im Wettbewerb – als Solistinnen, im Duett und im kleinen Chor. Die Jury beriet lange nach den Auftritten, denn sowohl unsere als auch die Schüler der teilnehmenden Schulen zeigten hervorragende Leistungen. Es war wunderbar zu sehen, dass die Hände zwar vor dem Wettbewerb schweißnass waren, die Sänger aber während des Auftritts mit funkelnden Augen, lächelnd und selbstbewusst in Tracht vor dem Publikum standen.

Chor der Klasse 5c1 der Bohler Gfundschule

5 Produktionen von 21 haben sich fürs Landesfinale qualifiziert, so werden wir sie in April auch in Budapest hören können. 

Die Ergebnisse:

Bohler Grundschule

Grundschule Ratzpeter/Újpetre

Kalász-Grundschule Schomberg/Somberek

Grundschule Lantschuk/Lánycsók

Széchenyi-Grundschule Mohatsch/Mohács

Apáczai-Schule Fünfkirchen/Pécs, Grundschule Pogan/Pogány

Filialschule Gereschlak/Geresdlak der Deutschen Nationalitätengrundschule János Kodolányi

Wir gratulieren von Herzen allen Teilnehmern, den betreuenden Lehrkräften sowie den Organisatoren des Wettbewerbs!

                                                                       Brigitta Maul, Barbara Jánosek und Anita Müller

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