HauptnachrichtEine historische Wunde, die nicht vergessen werden kann und darf

Eine historische Wunde, die nicht vergessen werden kann und darf

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Am 25. November wurden in Fünfkirchen am Denkmal für die in die Sowjetunion Verschleppten der Opfer der vor 81 Jahren begonnenen Zwangsarbeitsdeportationen der Ungarndeutschen gedacht. Die Gedenkfeier wurde vom Nationalitätenkreis der Ungarndeutschen in Fünfkirchen-Branau organisiert, der diesmal Ibolya Hock-Englender mit der Gedenkrede beauftragte.

In ihrer bewegenden und zugleich erhebenden Ansprache betonte die Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, dass die Vertreibung und Verschleppung der Ungarndeutschen eine historische Wunde sei, die vielleicht durch Versöhnung gemildert, jedoch nicht vergessen werden könne und dürfe. Sie erinnerte daran, dass vor 81 Jahren jene Züge abfuhren, die unschuldige Menschen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion brachten – Züge, die bis heute ein Symbol für Vergeltung und ungerechtes Leid sind.

Sie hob hervor, dass wir die Schrecken der Vergangenheit – die Grausamkeit des Lagerlebens, die Entbehrungen, Krankheiten und die Zerreißung der Familien – auch Generationen später auszusprechen verpflichtet sind, da die Überlebenden jahrzehntelang nicht darüber sprechen durften. Sie fügte hinzu, wie wichtig es sei, dass das Gedenken nicht nur an festlichen Anlässen stattfinde, sondern sich auch darin widerspiegele, wie die Nachkommen ihre ungarndeutsche Identität leben und bekennen.

Sie machte deutlich, dass diese Identität heute kein selbstverständlich vererbtes Gut mehr ist, sondern eine bewusste Entscheidung, deren Pflege die Verantwortung der Familien, der Institutionen und der gesamten Gemeinschaft ist. Sie unterstrich, dass wir unseren Vorfahren für all das, was sie aufgrund ihrer Herkunft erleiden mussten, etwas schulden – und dass wir diese Schuld nur einlösen können, wenn wir mutig und konsequent für die Sprache, Kultur und Werte unserer Gemeinschaft eintreten.

Die Würde der mit einer Kranzniederlegung verbundenen Gedenkfeier wurde durch das Programm der Schülerinnen und Schüler des deutschen Nationalitätenklassenzuges des Klara-Leőwey-Gymnasiums in Fünfkirchen weiter erhöht, die mit Gedichten und Auszügen aus zeitgenössischen Dokumenten zur feierlichen Atmosphäre beitrugen.

Quelle: LdU-Presse

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