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Am 18. Dezember wurde im Bulgarischen Kulturhaus in feierlichem Rahmen der diesjährige Preis für Nationalitäten verliehen – eine der renommiertesten Auszeichnungen des Staatssekretariats für kirchliche und Nationalitätenbeziehungen im Amt des Ministerpräsidenten für herausragende Vertreter des nationalitätenkulturellen Lebens in Ungarn. Die Auszeichnung wurde von Staatssekretär Miklós Soltész überreicht.
Diese Ehrung besitzt eine besondere Bedeutung, da sie jene Persönlichkeiten und Akteure des Gemeinschaftslebens ins Rampenlicht stellt, die über viele Jahre, oft über Jahrzehnte hinweg daran arbeiten, dass die Sprache, Kultur, Traditionen und das institutionelle Gefüge der Nationalitäten Ungarns lebendig bleiben und an kommende Generationen weitergegeben werden können. Der Preis würdigt zugleich das individuelle Engagement und die Kraft der Gemeinschaften und stärkt den Dialog sowie die Solidarität zwischen den Nationalitäten.
Preisträgerin der ungarndeutschen Gemeinschaft im Jahr 2025 ist Maria Margit Eszes, die seit nahezu zwei Jahrzehnten Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung der Stadt Hanselbeck ist. Ihr Wirken ist beispielhaft:
- 2008 gründete sie den deutschen Nationalitätenchor „Rosenbrücke“, mit dem Ziel, die lokalen ungarndeutschen Volksliedtraditionen zu bewahren; die Arbeit des Chores unterstützt sie sowohl als Projektantragstellerin als auch über die deutsche Selbstverwaltung;
- sie spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der Tanzgruppe „Hanselbeck“;
- sie wirkte maßgeblich an der Gründung und Weiterentwicklung des ungarndeutschen Kindergartens „Pumukli“ mit, der von der örtlichen deutschen Selbstverwaltung getragen wird;
- sie initiierte die Förderung für Schülerinnen und Schüler, die in den Bildungseinrichtungen der Stadt Deutsch lernen;
- sie ist aktive Organisatorin deutscher Nationalitätenveranstaltungen und baute im Rahmen dieser Tätigkeit ein weitverzweigtes Netzwerk zu anderen deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Pest auf.

Wir gratulieren ihr und allen Ausgezeichneten herzlichst!
Quelle: LdU-Presse
Foto: Gregor Gallai


