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Jeden 3. Sonntag im Monat liest der Referent für die deutsche Nationalität der Diözese Fünfkirchen/Pécs, Stefan Wigand, einen deutschsprachigen Gottesdienst im Dom zu Fünfkirchen.
Am 18. Januar zelebrierte Diözesanbischof László Felföldi die Messe auf Ungarisch, Stefan Wigand konzelebrierte sie auf Deutsch. Die Lesungen, das Evangelium und die Fürbitten, waren teils auf Ungarisch, teils auf Deutsch, die deutschsprachigen Kirchenlieder ertönten in der Interpretation des Bonnharder Deutschen Nationalitätenchors Rónai Józsefné unter der Leitung von Tibor Németh.
László Felföldi freute sich über die Einladung zu diesem Gottesdienst, die Gedenkmesse mit der ungarndeutschen Gemeinschaft begehen zu können und erklärte in seiner Predigt: „Das Geheimnis dieses Leidens kann man nicht verstehen, nicht auflösen und nicht ablegen. Man muss es auf den Schultern, im Herzen und in der Seele tragen. Nur wer es in seinem Schicksal akzeptiert hat, wer es an seinen Platz gesetzt hat, damit es ihn nicht daran hindert, das Gute, die Liebe und die Menschenwürde von morgen zu genießen, kann mit dem Leiden leben.” Er betonte, dass die Hoffnung der Zukunft, das Lichtstrahl wir seien, eine kleine Gruppe von Christen, die mit einzelnen Lebenswegen und in ihrer Gemeinschaft der Pfand des Friedens sein könne.
Am Ende der Messe teilte Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, ihre Gedanken dem Gläubigen mit, teils über persönliche Erinnerungen zur Verschleppung und Vertreibung, der ungarndeutschen Opfer jener schweren Zeiten auch so zum Gedenken und um ein Zeichen für die Nachkommen und für die Welt zu setzen.



Als Ermahnung für die heutige Zeit, aber auch für die Zukunft hielt sie fest: „Man kann sich mit dem Geschehenen abfinden, aber man darf es über Generationen hinweg nicht vergessen.”
Vielen Dank an alle Mitwirkenden und alle Anwesenden für das gemeinsame Gedenken.
Gábor Werner
Organisator
Fotos und Video: Diözese Fünfkirchen/Pécsi Egyházmegye
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