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Im Deutschklub von Tarian entstand vor über einem Jahr die Idee, ein Treffen mit fünf ungarndeutschen Bürgermeistern zu organisieren, um aus erster Hand zu erfahren, wie sie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihrer Gemeinden sehen. Mit dabei war Tarians Bürgermeister Thomas Klinger, selbst Mitglied im Deutschklub. Als Moderator wurde Gregor Gallai, der gegenwärtige Spitzenkandidat der Deutschen Liste, gewonnen. Das war der Startschuss zu einer Erfolgsgeschichte. Die Veranstalter bekamen laufend die Namen ungarndeutscher Bürgermeister, und es fanden insgesamt sechs Wechselgespräche mit 25 Bürgermeistern aus zehn Komitaten statt.
Die größte Stadt war Sattelneudorf mit über 7000 Bewohnern, die kleinste Gemeinde Feked mit 190 Einwohnern. Lehrpfade, Bildungsinstitutionen, Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Deutscher Selbstverwaltung sind verbindende Elemente. Die Trägerschaft von Kindergarten und Grundschule durch die Deutsche Selbstverwaltung wird schon unterschiedlich gesehen und gehandhabt. Dies ging aus einem Gespräch der Bürgermeister am 5. März in Tarian hervor. Dabei gibt es Anzeichen für den Austausch von guten Erfahrungen, für Netzwerkbildung. Judit Takács-Stalter (Tschasartet) und Peter Tillmann (Feked) lernten sich durch Fahrradtouren kennen, die Gemeinden sind durch das Speisefestival und das Stifolderfestival landesweit bekannt geworden.
LdU-Vollversammlungsmitglied Richard Schneider befragte drei Persönlichkeiten unterschiedlichen Alters zur Identität und Sprache und führte ein informatives Gespräch mit Winzer Zoltán Heimann (Mitglied der 9. Generation einer 1758 in Seksard ansässig gewordenen Familie), dem in Sankt-Andrä lebenden Musiker und Romanschriftsteller László Kollár-Klemencz aus Hartian sowie mit Schauspielerin und Sängerin Sandra Holczinger aus Sitsch, die jetzt mit Familie in Budapest lebt.
Ein rundum gelungenes Wechselgespräch, das nach Fortsetzung verlangt.
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Foto: NZ
Erschienen in: Neue Zeitung 11/2026



