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Das zweite Mini-Tanzcamp des Tarianer Familientanzhauses

Vor zwei Jahren wurde das Tarianer Familientanzhaus ins Leben gerufen. Seither treffen sich Woche für Woche zahlreiche Familien, um gemeinsam die deutsche Sprache und die Traditionen der Ungarndeutschen lebendig zu halten. Bei den regelmäßigen Beschäftigungen wird auf Deutsch gesprochen, gesungen und gereimt, außerdem lernen die Kinder ungarndeutsche Tänze kennen und gestalten gemeinsam kreative Bastelarbeiten. Das Angebot richtet sich nicht nur an ungarndeutsche Familien – auch viele Familien ohne deutsche Wurzeln entdecken hier mit großer Freude die Kultur und Bräuche der Ungarndeutschen.

Den Höhepunkt des Jahres bildete bereits zum zweiten Mal das Mini-Tanzcamp in den ersten drei Julitagen. Drei Tage lang verbrachten Kinder und Eltern gemeinsam eine fröhliche und abwechslungsreiche Zeit voller Musik, Tanz und Kreativität.

Jeder Tag begann mit den Lieblingsliedern des vergangenen Jahres. Schon beim Begrüßungslied Hallo Leute, wir sind da sangen Groß und Klein begeistert mit. Die bekannten Melodien sorgten vom ersten Moment an für gute Stimmung und machten Lust auf einen gemeinsamen Tag. Natürlich durfte auch das Tanzen nicht fehlen: Mit viel Freude wurden Tänze wie Florischitta oder Tschupperl getanzt. Zu den absoluten Favoriten gehörte das Lied Ri-ra-rutsch, das mit seinen Tempo- und Refrainwechseln jedes Mal für viele Lacher und ausgelassene Stimmung sorgte.

Am ersten Camptag stand kreatives Mitmachen auf dem Programm. Die Kinder bemalten T-Shirts mit dem Logo des Familientanzhauses – einer Storchenfamilie, umrahmt von Rosmarinzweigen. Mithilfe von Buchstabenschablonen entstanden einzigartige Kunstwerke. Manche Kinder ergänzten ihre T-Shirts mit ihrem Kindergartenzeichen, ihrem Alter oder bunten Mustern und eigenen Motiven. Besonders schön war, dass auch viele Eltern ihre eigenen T-Shirts gestalteten und so ein sichtbares Zeichen der Gemeinschaft entstand.

Am zweiten Tag wurde die handwerkliche Richtung fortgesetzt: Die Tarianer Töpferin Ágnes Nagy-Ormai bereitete für die Kinder den Ton vor, und anschließend durfte nach Herzenslust modelliert werden. Kleine Tiere, Tellerchen, Dekorationen und viele fantasievolle Figuren entstanden unter den geschickten Händen der Kinder. Während die Kleinen später bereits im Hof spielten, arbeiteten manche Mütter mit ebenso großer Begeisterung weiter. Die entstandenen Kunstwerke werden nun gebrannt und bei einer der nächsten Veranstaltungen gemeinsam bemalt.

Den stimmungsvollen Abschluss des Schuljahres und des Mini-Tanzcamps bildete ein gemeinsames Grillen am Freitag. Besonders schön war, dass viele Kinder und Eltern in den selbst gestalteten T-Shirts erschienen, die sie am Mittwoch bemalt hatten. So war schon auf den ersten Blick das Gemeinschaftsgefühl des Familientanzhauses sichtbar. Mehr als 30 Kinder sowie ihre Familien kamen im Hof des Tarianer Vereinshauses zusammen. Nach dem gemeinsamen Singen und Tanzen bedankten sich die Leiterinnen des Familientanzhauses bei allen kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Begeisterung und ihr Engagement. Jedes Kind erhielt eine deutschsprachige Erinnerungsurkunde sowie einen Anstecker mit dem Logo des Familientanzhauses als kleines Geschenk.

Der Abend klang in gemütlicher Atmosphäre aus. Während die Kinder im Garten spielten, saßen die Erwachsenen beim Grillen zusammen, führten angeregte Gespräche, lernten neue Familien kennen und schmiedeten bereits Pläne für das kommende Schuljahr. 

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die das Tarianer Familientanzhaus in seiner zweiten Saison unterstützt und zum Gelingen des Mini-Tanzcamps beigetragen haben. Nun wünschen wir allen Familien erholsame Sommerferien und freuen uns schon auf das Wiedersehen am 29. August, wenn das Tarianer Familientanzhaus und die Tarianer Tanzgruppe eine offene Tanzprobe mit Überraschungen veranstalten werden.

Das Tanzcamp wurde vom Ministerpräsidentenamt über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter gefördert.

Dorottya Váradi-Bach
Leiterin der Beschäftigung

Die Fotos stammen von den Campteilnehmern.

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