SchnellnachrichtenEngagierte Pädagogen und Schüler am Europa-Tag der Deutschen in Budapest ausgezeichnet

Engagierte Pädagogen und Schüler am Europa-Tag der Deutschen in Budapest ausgezeichnet

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Am 2. Oktober 2026 fand um 17 Uhr in Kleinpesth der Europa-Tag der Deutschen in Budapest statt, verbunden mit der Schuljahreseröffnung der Schulen und Kindergärten mit Nationalitätenunterricht in der Hauptstadt.

Die feierliche Eröffnung übernahm Hajnalka Lelkes, Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Budapest. In ihrer Begrüßung hieß sie zahlreiche Gäste willkommen, darunter Alexander Schönfelder (Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn), György Rágyanszki (Stellvertretender Staatssekretär für die Beziehungen zu den Nationalitäten), Gregor Gallai (Parlamentssprecher der Ungarndeutschen), György Vinczek (Vizebürgermeister des gastgebenden Bezirks Kleinpesth) sowie VertreterInnen anderer Nationalitäten, deutscher Bezirks-Selbstverwaltungen bzw. DirektorInnen, Lehrkräfte und die anwesenden SchülerInnen.

Hajnalka Lelkes

In ihrer Rede betonte Hajnalka Lelkes, der Beginn eines neuen Schuljahres sei immer ein besonderer Moment und auch ein neuer Anfang, der Gelegenheit bietet, auf das Erreichte zurückzublicken und mit neuen Plänen nach vorne zu schauen. Für die Institutionen der deutschen Nationalität sei der Schuljahresbeginn besonders bedeutsam, da die Schulen und Kindergärten nicht nur Wissen und Sprachkenntnisse vermittelten, sondern auch dazu beitrügen, Sprache, Kultur, Traditionen und Identität der deutschen Nationalität lebendig zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. Sie wünschte den PädagogInnen viel Kraft, Geduld und Freude und den SchülerInnen Neugier, Ausdauer und Erfolg für das neue Schuljahr.

Europa-Tag der Deutschen in Budapest in Kleinpesth

Durch das Programm führten Schülerinnen des Deák-Gymnasiums, Csenge Mátrai, Jázmin Soós-Varga und Zita Zemmel. Es folgten drei Festansprachen. Botschafter Alexander Schönfelder bedankte sich für die Einladung, gratulierte den StipendiatInnen und würdigte vor allem ihr Engagement. In seiner Festansprache ging György Rágyanszki auf die Bedeutung der deutschen Nationalität in Ungarn ein. Gregor Gallai sprach in seinem Grußwort ebenfalls seinen Dank für den Einsatz der Beteiligten aus.

Im kulturellen Programm trug die achtjährige Rebeka Pál aus der Anton-Grassalkovich-Grundschule in Schorokschar, die im Mai beim Landesfinale des Rezitationswettbewerbs in ihrer Kategorie den ersten Platz belegt hatte, das Gedicht Morgenmuffel-Krankheit von Elke Bräunling vor. Danach sang die 4. Klasse der Ferenc-Erkel-Grundschule zwei Lieder.

Anschließend wurde die Auszeichnung Deutschlehrerin des Jahres 2026 verliehen, überreicht von Botschafter Alexander Schönfelder und Hajnalka Lelkes. Ausgezeichnet wurden zwei Deutschlehrerinnen aus Budapest. Ihre Würdigungen sind am Ende des Beitrags zu lesen.

Im Anschluss trug Balázs Csapó, Schüler der 5. Klasse der Grundschule in der Újlak-Straße, ein Gedicht des ungarndeutschen Dichters Robert Becker vor. Danach zeigten Kinder der 8. Klassen der Anton-Grassalkovich-Grundschule zwei Tänze, den Fuhrmanns-Marsch und das Mailüfterl; einstudiert hatte sie Tanzlehrer Balázs Gyöngyösi.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem Stipendienbescheinigungen an SchülerInnen deutscher Nationalitätengymnasien in Budapest übergeben, die exzellente schulische Leistungen erbracht und sich besonders für die Pflege des ungarndeutschen Kulturerbes eingesetzt hatten. Überreicht wurden die Stipendien von Alexander Schönfelder, Gregor Gallai und Hajnalka Lelkes. Das Stipendium des Jahres 2026 ging an:

  • Deutsches Nationalitätengymnasium Budapest: Lóránt Bokor, Klára Liliána Gáspár, Tamás Gyöngyösi, Leona Kirsching, Zita Katalin Kovács, Ádám Péhl, Nóra Träger
  • Deák-Gymnasium Kleinpesth: Áron Batta
  • Árpád-Gymnasium: Mihály Koncz, Anna Berta Vági
SchülerInnen deutscher Nationalitätengymnasien erhielten ihre Stipendienbescheinigungen

Zum Abschluss des Kulturprogramms trat die Tanzgruppe des Kleinpesther Deák-Ferenc-Gymnasiums mit sieben Tanzpaaren auf und zeigte drei Tänze: die Inselbaum-Polka, den Takser-Walzer und den Radetzky-Marsch. Einstudiert wurde die Tanzfolge von Ibolya Bura, Meisterpädagogin und Lehrerin am Deák-Gymnasium sowie an der Deutschen Nationalitätengrundschule in Pestszentlőrinc.

Zum Abschluss dankte Hajnalka Lelkes der Gastgeberin, Erika Zemmel-Szontág, Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Kleinpesth, für ihre Hilfe bei der Organisation und überreichte ihr Blumen. Anschließend waren die Gäste zu einem geselligen Beisammensein im Nebenraum eingeladen.

Lilly Rudin

***

Deutschlehrerinnen des Jahres 2026 in Budapest
Würdigungen

Deutschlehrerin des Jahres 2026 wurde einerseits Krisztina Schneider. Sie unterrichtet seit 2015 am Deák-Ferenc-Gymnasium in Kleinpesth und genießt aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit und ihrer Hilfsbereitschaft hohes Ansehen bei ihren KollegInnen und ihren SchülerInnen, die sie als Sprachlehrerin gewissenhaft und erfolgreich auf die Matura und die Sprachprüfung vorbereitet. Sie können sich jederzeit vertrauensvoll an sie wenden und wissen, dass sie ihnen zuhört. Um ihre Arbeit so effektiv wie möglich zu gestalten, bildet sie sich methodisch stets weiter. Mit ihrer ausgezeichneten Arbeitsmoral, ihrem Organisationstalent und ihrer Expertise trägt sie maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Schulprogramme bei.

Ausgezeichnete Krisztina Schneider mit Begleitung und Schülern

Sie spielte eine entscheidende Rolle bei der Einführung der Ausbildung von Deutschlehrkräften für Minderheitensprachen. Sowohl im Unterricht als auch darüber hinaus engagiert sie sich stark dafür, dass ihre SchülerInnen die Kultur und Traditionen der deutschen Nationalität kennen und schätzen lernen. In ihrem Unterricht zeichnet sie sich durch hohes Fachwissen, vielfältige methodische Kenntnisse, große Zielstrebigkeit und Gewissenhaftigkeit aus. Seit 2023 leitet sie die Bezirksarbeitsgruppe Deutsch. Seit Jahren organisiert sie den Poesiewettbewerb im Bezirk. Sie beantragt und organisiert Schüleraustauschprogramme in Deutschland und wirkt bei deren Abwicklung erfolgreich mit.

Die Auszeichnung Deutschlehrerin des Jahres 2026 ging auch an Éva Hovánszki. Sie hat ihr Deutschlehrerdiplom im Jahre 2008 an der Budapester Eötvös-Loránd-Universität erworben und arbeitet seit 2009 als Deutschlehrerin und Klassenleiterin in der Anton-Grassalkovich-Grundschule in Schorokschar, wo der deutsche zweisprachige Nationalitätenunterricht, für den sich Frau Hovánszki sehr engagiert einsetzt, eine besondere Bedeutung hat. Durch ihre Persönlichkeit und bewusste pädagogische Tätigkeit spielt sie eine entscheidende Rolle in der Grundschule. Ihre Arbeit ist sorgfältig, anspruchsvoll und konsequent.

Éva Hovánszki

Für ihre Stunden bereitet sie sich gründlich vor und nutzt vielfältig ihre breite methodische Kompetenz. In ihren Stunden setzt sie interaktive Mittel ein, die zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit der Schüler heute unentbehrlich sind. Frau Hovánszki erkennt Talente mit sicherem Blick. Dank ihrer Arbeit erreichen ihre SchülerInnen herausragende Ergebnisse an Sprach-, Volkskunde- und Rezitationswettbewerben – sogar auf Landesebene. Die Achtklässler bereitet sie erfolgreich auf die DSD1-Prüfung vor. Frau Hovánszki hat ungarndeutsche Wurzeln, kennt Sitte und Bräuche der Ungarndeutschen. Diese Identität kommt in ihrer Arbeit täglich zum Vorschein. Die Pflege der Schorokscharer Traditionen und die Weitergabe des ungarndeutschen Brauchtums liegen ihr am Herzen.

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