„Für das Szekszárder Deutschtum – János-Klézli-Preis“ an Michael Józan-Jilling

Quelle: Neue Zeitung
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Für seine mehr als 26-jährige, aufopferungsvolle, selbstlose und professionelle Arbeit, mit der er zum guten Ruf und zur Anerkennung des Seksarder Deutschtums nicht nur in der Stadt, im Komitat, sondern in ganz Ungarn und auch im Ausland beigetragen hat, verlieh die Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung Szekszárd den Niveaupreis an Dr. Michael Józan-Jilling, eine unentbehrliche Persönlichkeit, wobei eine Nationalität solche Personen nur selten vorweisen kann.

Jozan-Jilling

Den Namen von Dr. Michael Józan-Jilling kennen wohl viele Menschen – nicht nur diejenigen, die sich für das öffentliche Leben der örtlichen und ungarnweiten deutschen Nationalität interessieren. Seit 1976 lebt er in Seksard, hier übt er seitdem auch seinen Beruf als Chefarzt aus: er ist Internist und Kardiologe. Auch an der Medizinischen Fakultät der Universität Fünfkirchen ist er – vor allem in der deutschsprachigen Ausbildung – als Universitätsdozent tätig. Er ist Mitglied der deutschen und der ungarischen Gesellschaft für Kardiologie und ist auch im Beirat der letzteren aktiv.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert nimmt Dr. Michael Józan-Jilling am Gemeinschaftsleben der Ungarndeutschen sehr effektiv teil. Von 1994 bis 2017 war er als Vorsitzender der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung der Stadt Seksard tätig. Vorher hatte er den Posten als Sprecher der hiesigen Ungarndeutschen in der Vollversammlung der Stadt Seksard inne.

Seit 1995 ist er der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen in der Tolnau. Mehrere Legislaturperioden war er auch Vorsitzender der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung des Komitats Tolnau. Seit ihrer Gründung ist er Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Budapest, bekleidete den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und den Vorsitz des Sozialausschusses der Landesselbstverwaltung. Derzeit ist er Beirat für soziale Angelegenheiten der LdU. Er setzte sich und setzt sich heute noch unerschrocken und umsichtig für die Interessen der Ungarndeutschen ein. Er arbeitet viel für die guten deutsch-ungarischen Beziehungen besonders der Partnerstädte/Kreise.

Seine Tätigkeiten ergänzen auch die Aktivitäten in den Bereichen der Traditionspflege, der Bildung und Erziehung. Auf dem Gebiet des Muttersprachunterrichts hat er einen vorbildlichen Schritt getan, als die Trägerschaft des Wunderland-Kindergartens von der Seksarder Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung übernommen wurde.

Das Seksarder Ungarndeutschtum möchte mit dieser Auszeichnung das mehr als 25-jährige „Lebenswerk“ im Interesse der Ungarndeutschen von Dr. Michael Józan-Jilling anerkennen. Die Auszeichnung wurde am 29. August 2020 im Babits-Mihály-Kulturzentrum bei der Feierlichkeit am „Tag der Stadt Szekszárd“ von der Vorsitzenden Anna Farkas verliehen.

Erschienen in: Neue Zeitung 36/2020

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