NachrichtenFestgala der Ungarndeutschen

Festgala der Ungarndeutschen

Am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen, am 13. Januar 2007 fand im Kongresszentrum in Budapest die Festgala der Ungarndeutschen zum 11. Mal statt. Im Festprogramm traten die besten ungarndeutschen Künstler, Musikkappellen, Tanzgruppen und Solisten auf.

LdU-Vorsitzender Otto Heinek begrüßte das Publikum im Kongresszentrum, und würdigte die Arbeit der Vertreter der Minderheit im Jahr 2006. Er wies darauf hin, dass das vergangene Jahr schwer aber auch erfolgreich gewesen wäre. Das hätten auch die 387 im Herbst gegründeten Minderheitenselbstverwaltungen bewiesen. Er wünschte allen Anwesenden ein gutes neues Jahr und erfolgreiche Arbeit auch bei den Wahlen im März.

Parlamentspräsidentin Szili begann ihre Festrede in deutscher Sprache und betonte welch große Bedeutung die Sprache, Kultur und Identität in der heutigen Zeit besäßen.

Hans Peter Schiff, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und Schirmherr der Gala sprach über die Brückenfunktion der deutschen Minderheit und über die erfolgreiche Zusammenarbeit der Botschaft mit ungarndeutschen Institutionen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die höchste Auszeichnung, die „Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum“ an verdiente Persönlichkeiten verliehen, die bedeutendes für die Minderheit geleistet haben. Den Preis überreichte LdU-Vorsitzender Heinek.

Michael Frühwirth erhielt den Preis für seine hervorragende Arbeit für die Deutschen in Ungarn und in seinem Heimatort Vetschesch. Martin Rittlinger aus Boschok konnte die Ehrennadel für seine hervorragende Arbeit im Musikleben der Ungarndeutschen entgegennehmen.

Der aus Ofala stammende Dr. Jenő Kaltenbach, Ombudsman erhielt die Auszeichnung für seine hervorragende Arbeit für alle Minderheiten insbesondere, die Deutschen in Ungarn.

Vier Mittelschülerinnen konnten den Valeria Koch Preis für ausgezeichnete schulische Leistungen und minderheitenspezifische Aktivitäten von Gabor Frank, LdU-Vizevorsitzender übernehmen: Bernadett Kocsis (Friedrich-Schiller-Gymnasium, Werischwar), Agnes Szauter (Bajaer Ungarndeutschen Bildungszentrum), Szilvia Bede und Kata Szalai (Valeria Koch Mittelschule, Fünfkirchen).

Angela Korb erhielt den Valeria Koch Preis für ihre hervorragende Diplomarbeit mit dem Thema „Magyarisierungstendenzen in Fünfkirchen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Fünfkirchner Zeitung“.

Das Galaprogramm wurde von folgenden Kulturgruppen und Solisten gestaltet:

Gemischtchor aus Waschludt (Leiterin: Mónika Bankó)
Deutsche Bühne Ungarn – Ildikó Frank und Bálint Merán
Bálint Janotka (Flügelhorn), József Dankó (Klavierbegleitung)
Edelstein Tanzgruppe, Schaumar (Leiterin: Ilona Dinda Czippán) in der Begleitung der Schaumarer Musikanten
Nationalitätentanzgruppe Tscholnok (Leiterin: Ildikó Tafferner) in der Begleitung der Tscholnoker Blaskapelle
Vivien Tóth und Péter Tutti
Jugendblaskapelle Großmanok (Dirigent: Attila Payer)
Willander Nachtigallen (Leiter: Georg Ahmann)
Martin Rittlingier und Zsanett Blum
Volkstanzgruppe Brüderlichkeit, Ödenburg (Leiter: József Csoltói)

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