NachrichtenMehr als nur ein Praktikum - Ein Blick hinter die Kulissen

Mehr als nur ein Praktikum – Ein Blick hinter die Kulissen

Schon in der zweiten Generation, haben sich auch in diesem Jahr Frankfurter Studenten nach Budapest aufgemacht, um dort ein siebenwöchiges Praktikum, im Zeitraum vom 27. August bis 12. Oktober 2007, in einer kommunalen Einrichtung zu absolvieren.

Als eine von acht Studentinnen der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, hatte ich, Florence Fahrenbach, nun sieben Wochen die Möglichkeit ein Praktikum beim Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen zu absolvieren und somit in das ungarische Arbeitsleben zu schnuppern.

Organisiert wurde das ganze durch die in Frankfurt am Main ansässige Gemeinnützige Hertie- Stiftung, über das Programm „Kafka” – Kommunaler Austausch für Fortbildung und Kooperation junger Akademiker, welches 2003 ins Leben gerufen wurde und sich zunächst lediglich an polnische Studenten richtete, die nach Frankfurt kommen wollten. Mittlerweile wurde das Programm um zwei Partnerstädte erweitert – Prag und Budapest. So hatten 2004 erstmals auch Frankfurter Studenten die Möglichkeit, ein Praktikum in der jeweiligen Partnerstadt zu absolvieren.

So kam es, dass ich dann im August meine erste Woche am Zentrum begann und dies vorerst nicht allein sondern mit meiner Mitstreiterin Sonja Taylor, Praktikantin beim Pester Llyod. Unsere erste Aufgabe bestand dann auch gleich in einem Beitrag über das Kafka-Programm für die Zentrumwebsite. Diese erste journalistische Erfahrung konnte ich in den darauffolgenden Wochen ausbauen, sowohl durch das Verfassen weiterer Beiträge für die Website als auch in Form von Artikeln für die „Neue Zeitung“. Das Schreiben stellte sich für mich in diesem Zusammenhang als eine besondere Erfahrung wie auch Herausforderung dar.

Natürlich unterstützte ich das Zentrum sowie auch die LdU während der vergangenen Wochen darüber hinaus in ihren alltäglich administrativen Tätigkeiten, so bspw. durch die Pflege der Homepage und jegliche Formen der Recherche. So konnte ich mich bei der LdU bspw. über einen längeren Zeitraum mit EU- Programmen auseinandersetzen und somit für diese neue Arbeitsfelder und Projektmöglichkeiten erschließen.

Als besondere Highlights ergaben sich dann im September, die beiden Tage außerhalb des Büros, zum einen das „Zivilfeld in der Theresienstadt” am 22. September anlässlich des autofreien Tags auf der Andrassy Straße und zum anderen der „Europäischen Tag der Sprachen” am 26. September in der Nationalbibliothek für Fremdsprachige Literatur. Bei beiden Veranstaltungen hatte ich die Möglichkeit an den Aktionen mitzuwirken und das Zentrum auch einmal außerhalb des Hauses zu vertreten.

Während meines Praktikums konnte ich sowohl die Öffentlichkeitsarbeit einer Kulturorganisation in Bezug auf die ungarndeutsche Minderheitengruppe als auch die Auseinandersetzung mit dieser Minderheit und ihren Problemen im Rahmen der Selbstverwaltung kennen lernen. Ich konnte zudem die gesellschaftliche Einbettung und Interaktionen beider Organisation vor dem Hintergrund meines sozialwissenschaftlichen Studiums beobachten und so meine theoretischen Kenntnisse durch diese praktische Erfahrung erweitern.

Neben meinem Praktikum konnte ich darüber hinaus jeden Freitag, im Rahmen eines Fachprogramms, weitere Facetten Ungarns unter Themenschwerpunkten wie bspw. Politik, Wirtschaft, Kultur und Soziales kennen lernen und so meine spezifischen Arbeitserfahrungen ergänzen und einbetten.

Resümierend bin ich sehr dankbar für diese einmalige Möglichkeit Budapest und Ungarn aus nichttouristischer Perspektive kennen gelernt zu haben und Danke auf diesem Wege allen Arbeitskollegen, die mich während dieser Wochen in so freundlicher Weise unterstützt und empfangen haben, allen voran meinen Betreuern Mónika Ambach, Olivia Schubert, Helga Kovács und Angelika Pfiszterer. Die letzten sieben Wochen waren eine wichtige Erfahrung für mich – persönlich wie fachlich.

Florence Fahrenbach

Links:

Gemeinnützige Hertie-Stiftung

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