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Mein Praktikum im Zentrum

Im Rahmen meines Studiums „Internationales Informationsmanagement” in Hildesheim absolvierte ich von April bis Ende Juni 2008 ein Praktikum im Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum. Da ich schon öfter in Ungarn war, jedoch meist nur für kurze Zeit, plante ich nun einen längeren Aufenthalt und bei meiner Suche nach einer Praktikumsstelle entschied ich mich für das Zentrum in Budapest.

Durch meine ungarische Verwandtschaft mütterlicherseits habe ich schon immer eine besondere Beziehung zu Ungarn gehabt. Aufgewachsen bin ich jedoch in Deutschland und habe somit die Unterschiede im kulturellen und sprachlichen Bereich in die Wiege gelegt bekommen.

Nach 3 Monaten als Praktikantin im Zentrum blicke ich auf eine spannende und schöne Zeit zurück, die gerade in den letzen Zügen viel zu schnell vorbeiging. Ich begann im April und das stellte sich als hervorragender Anfangszeitpunkt heraus. Zum einen da ich dem noch kalten Wetter in meiner Heimatstadt Hannover entfliehen konnte, zum anderen durfte ich bei einer der interessantesten und sehr erfolgreichen vom Zentrum entwickelten Veranstaltung – dem jährlichen Filmfestival „Abgedreht“ – bei der Organisation mithelfen und die Institution repräsentieren.

Mein Praktikum war besonders abwechslungsreich und ich habe neben administrativen Tätigkeiten auch Einblick in die Arbeit der ungarndeutschen Minderheit im gesellschaftlichen und sozialen Bereich gewonnen.

Interessant fand ich die feinen kulturellen und sprachlichen Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten der Ungarndeutschen zur deutschen wie auch ungarischen Kultur, für welche ich durch die Arbeit im Zentrum sensibilisiert wurde. Eindrucksvoll war die Vielfalt an Programmen und Veranstaltungen für die Ungarndeutsche Minderheit und auch Jugend, zum Beispiel durch die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher.

Interkulturelle Studien sind ein wichtiger Inhalt meines Studiums. Dieses Praktikum trug dazu bei, diese in der Praxis zu erleben.

Ich bin froh, mich für das Zentrum entschieden zu haben, und möchte die Erfahrung nicht missen. Für mich steht fest, dass dies nicht mein letzter Aufenthalt in Ungarn sein wird. Somit kann ich jedem diese Stadt und ein Praktikum im Zentrum nur weiter empfehlen.

Ich bedanke mich bei allen KollegInnen im Haus der Ungarndeutschen, ganz Besonders bei Zentrum-Direktorin Mónika Ambach, beim Bibliothekar István Mayer und meiner Nachfolgerin Simone Wolf für die wunderbar abwechslungsreiche und schöne Zeit.

Benedikta Grissemann

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