NachrichtenEisenbahnfest in Budapest

Eisenbahnfest in Budapest

Ein Nostalgiebus, der „Ikarus 311” fährt in den Hof der Fabrik in Budapest ein. Statt Mechaniker rennen Menschen mit Fotoapparaten zum Bus und knipsen ihre Fotos vom Wagen. Während dessen steigen die Fahrgäste aus, sie kommen ebenfalls zu der Modellausstellung.

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Ein Wochenende lang (1.-3. August) steht die Werkstatt der ungarischen Eisenbahn (MÁV-Északi Járműjavító) für die Besucher, die Züge in Miniformat erleben wollen, offen. Begeisterte Modellbauer-Vereine organisierten zum Ehren der Kindereisenbahn (Gyermekvasút) – dessen erster Streckenteil vor 60 Jahren übergeben wurde – das 1. Internationale Bahn- und Modellbahnfest.

Der riesige Kran wurde aus der Werkstatthalle gefahren und an seinem Platz sind in der Mitte über 40 Modelle zur Schau gestellt. Diese erscheinen sehr winzig im Verhältnis zu den grossen echten Lokomotiven, die jetzt einmal an der Seite der Halle stehen und darauf warten, dass sie nach der Instandsetzung, wieder im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden.

Die Modelle wurden von ungarischen, tschechischen, polnischen, österreichischen und deutschen Modellbauern erstellt. Auf den Modellgeländen die eine Alpenlandschaft, andere den Bahnhof einer Stadt, wiederum andere ländliche Eisenbahnstrecken darstellen, fahren kleine Passagier- oder Güterzüge. Erstaunlicherweise sind es nicht nur die Grössen die im Verhältnis zu den echten Zügen maßgerecht nachgebaut sind, sondern auch ihre Höchstgeschwindigkeit bringt einem zu Staunen. ZB. kann auch der ausgestellte ICE, die im Leben eine Geschwindigkeit von 330 km/h erreichen kann, auch auf der Modellgelände dementsprechend rasen.

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Modelle bauen ist ein Hobby für jedermann und es ist nie zu früh bzw. zu spät damit anzufangen. Beweis dafür sind auch die vielen Familien, die durch die Halle spazieren und auch unter den Ausstellern sind alle Generationen vorzufinden. Vor allem sind es Männer die gerne in ihrer Freizeit basteln, aber hie und da sind auch Damen zu sehen.

Auf allen Modellanlagen ist etwas zu entdecken. Auf dem einen ist der Zug besonders hübsch, oder im Güterwagon werden kleine Schafe transportiert, deren Mäh durch den eingebauten Minilautsprecher beim vorbeifahren zu hören ist. Auf dem anderen Tisch steigt Rauch aus dem Haus und die Feuerwehrmänner sind gerade in vollem Einsatz. Es hört für die Modellbauer die Arbeit mit dem Aufbau der Schienen und dem Nachbauen der Züge nicht auf, denn auch die Landschaft soll die Besucher ansprechen. Folglich entdeckt man hübsche Sonnenblumenfelder, oder eben einen Traktor auf dem Weizenfeld. Es gibt aber auch Anlagen, auf denen nicht nur Züge fahren, sondern auch LkW-s und Busse auf den Landstrassen unterwegs sind. Die Technik erlaubt auch, dass sie bei rot anhalten und bei grün weiterfahren, oder dass der Bus in der Haltestelle wegen den Passagieren anhält.

An der einen Anlage, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist, ist auf jedem Minibahnhof jeweils ein Modellbauer als Bahnhofsvorsteher im Dienst. Bis auf 10 Züge sind auf der U-förmigen Gelände unterwegs. Die Lockführer fahren mit Hilfe eines kleines Handschalters ihre Züge. Alles geschieht wie im echten Verkehrssituationen. Diese Methode wird auch im Unterricht verwendet, damit die Lehrlinge, die später bei der Bahn arbeiten wollen üben können.

Nun, Modelle bauen und Anlagen gestalten ist ein anspruchsvolles Spiel, was für gross und klein Spass machen kann, und wenn man es ernst nimmt auch kleine Kunstwerke zustande kommen.

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