Lena Heimhilgers Buch erzählt die Lebens- und Krankheitsgeschichte ihrer demenzkranken Mutter. Im Band werden die Erinnerungen der Mutter, die Tagebucheinträge der Tochter und weitere ergänzende Beiträge veröffentlicht.
Die Gattung des Werkes lässt sich nicht so einfach bestimmen: es kann als ein Dokumentarroman gelesen werden, weist aber auch mehrere stilistische Merkmale einer Biographie bzw. Autobiographie auf. Durch die historischen Exkurse – die Geschichte der Banater Schwaben wird auch kurz dargestellt – und die präzise Beschreibung der Krankheit der Mutter könnte es auch der Gattung Sachbücher zugeordnet werden.
“Ich verliere mich” ist eine rührende und lehrreiche Lektüre, die neben des persönlichen Schicksals einer alten Frau auch das Schicksal einer deutschen Volksgruppe erzählt.
Das Buch ist sowohl denjenigen zu empfehlen, die über die Geschichte der Banater Schwaben aus der Perspektive einer einzelnen Person lesen möchten als auch denen, die ebenfalls demenzkranke Angehörige haben.
Lena Heimhilger: Ich verliere mich
Neckenmarkt ; Wien ; München : Novum, 2008
139 S., ill.
Sprache: Deutsch

