BuchtippDeutscher Kalender 2010

Deutscher Kalender 2010

Als Ende 1956 die Worte von Friedrich Wild den ersten seit dem Zweiten Weltkrieg in Ungarn erschienenen deutschsprachigen Kalender einleiteten, konnte man nur hoffen, dass der Deutsche Kalender zur Tradition wird. 53 Jahre später ist der Deutsche Kalender eine grundlegende Veröffentlichung der Ungarndeutschen.

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Die Beiträge in den Kalendern fassen das ganze Gesellschaftsleben der Ungarndeutschen zusammen, die Traditionen werden durch alte Geschichten – teilweise in Mundart – gepflegt, auch Literatur und historische Publikationen haben festen Platz in den Bändern. Die Bänder werden in thematischen Blocks aufgeteilt, wie zum Beispiel “Städte/Gemeinden” oder “Jugend”. Im eigentlichen Kalenderteil werden auch die wichtigeren kirchlichen Feste angegeben.

Der aktuelle Kalender berichtet, wie gewohnt, über zahlreiche ungarndeutsche Veranstaltungen, darunter über mehrere Jubiläen, wie über das 20-jährige Bestehen des Liederkranz-Chors in Lantschuk (Lánycsók) oder über den 285. Jahrestag der Gründung von Sanktiwan (Pilisszentiván). In vielen Artikeln wird die Wichtigkeit des deutschen Muttersprachen-Unterrichts betont. Sowohl den Kindern als auch den Jugendlichen gehört je ein eigener Teil im Band, auch das kirchliche Leben wurde nicht vergessen. In der Porträt-Sektion sind unter anderem ein Interview mit dem Vorsitzenden der Hermann-Niermann-Stiftung, Uwe Stiemke und die Laudatio von Johann Schuth zu lesen, die er bei der Übergabe des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg an Mónika Ambach, Direktorin des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums hielt.

Die historische Abhandlung dieses Jahres beschäftigt sich mit der Levente-Bewegung und der Organisation der Deutschen Jugend. Im literarischen Teil kann man eine Kritik über den neuen Roman “Atemschaukel” von Nobelpreisträgerin Herta Müller und einige Gedichte von Erika Áts lesen.

Selbstverständlich kann man in diesem Artikel nicht über jede Einzelheit der Veröffentlichung berichten, sowieso empfehlen wir Allen, den Kalender selbst zu kaufen und zu lesen. Der Deutsche Kalender kann von der Neue Zeitung Stiftung (Budapest, Lendvay Str. 22., H-1062, Tel.: +36 1/302 68 77, Fax: +36 1 354 06 93, Email: neueztg@hu.inter.net) bestellt werden.

Deutscher Kalender 2010
Budapest : Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, 2009
288 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.