NachrichtenÖrökség-Kultúra: Besprechung in der LdU-Geschäftstelle

Örökség-Kultúra: Besprechung in der LdU-Geschäftstelle

Seit bereits vier Jahren existiert die Örökség-Kultúra E-Bibliothek und Mediensammlung für Bildungszwecke. Die Institution informierte am 30. März 2011 die Vertreter der Minderheiten und der Medien am Sitz der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen über die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten.

Die Gäste wurden vom LdU-Vorsitzender Ottó Heinek begrüßt. Er bedankte sich beim Staatssekretär Csaba Latorcai, dass er die Einladung annahm. Heinek bezeichnete die E-Bibliothek als ein für Bildungs- und Forschungszwecke besonders nützliches Projekt. Seiner Meinung nach wäre es vorteilhaft, wenn die Regierung es wieder finanziell unterstützen würde.

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Csaba Latorcai erklärte, dass die Regierung für Verhandlungen offen sei. Texte in digitaler Form zu veröffentlichen und zu verbreiten sei immer populärer, was man auch beim Erfolg der Ungarischen Elektronischen Bibliothek (Magyar Elektronikus Könyvtár, MEK) abmessen kann. Örökség-Kultúra bearbeite viele Themenkreise, dabei seien die Minderheiten besonders wichtig. Diese Datenbank könne bei der Integration und bei der Bildung der europäischen Identität eine große Hilfe sein.

Bevor Gábor Barna, der Leiter der E-Bibliothek seine Rede begann, schenkte er Ottó Heinek ein Ausstellungsmaterial über die Ungarndeutschen als Danksagung für die Zusammenarbeit. Laut Barna sei es wichtig für die Minderheiten, dass sie Zeichen setzen, und das könnten sie durch eine gemeinsame Plattform leichter schaffen. Die Materialien der Sammlung würden auch die Mehrheitsgesellschaft erreichen.

Die primäre Zielgruppe der E-Bibliothek ist die Jugend, die die Informationen ganz selbstverständlich online sucht. Noch in diesem Jahr wird es ermöglicht, dass die Schulen die gesamte Datenbank oder Teile davon herunterladen können, damit sie die Werke im Unterricht auch ohne Internetanschluss benutzen können.

Barna erzählte kurz die Geschichte der Institution: sie sei vor 4 Jahren gegründet worden, damals vom Amt des Ministerpräsidenten unterstützt. Einige Minderheiten seien misstrauisch gewesen, haben zum Beispiel geglaubt, dass sie wegen der E-Bibliothek ihre Publikationen nicht verkaufen können. Auch Autorenrecht wurde erwähnt: da Örökség-Kultúra für Bildungszwecke freigegeben ist und die bibliografischen Daten immer angegeben werden, ist es absolut legal. Der Leiter ermunterte die Vertreter der Minderheiten, Wettbewerbe für Jugendlichen zu organisieren, in denen die Schüler neue Inhalte schaffen. Als gutes Beispiel nannte er das Abgedreht Ungarndeutsche Jugendfilmfest.

Nach der Rede von Gábor Barna wurde über das Projekt diskutiert. Alle Teilnehmer waren dabei einig, dass es sich um eine sehr wertvolle Sammlung handelt. Es wurden mehrere technische Fragen gestellt, die der Leiter der Institution beantwortete. Zur möglichen Regierungsunterstützung äußerte sich Csaba Latorcai, dass wenn die Minderheiten eine einheitliche positive Stellung für die Digitalisierung nähmen und sie auch darin investieren, sei die Regierung bereit, die Arbeit finanziell zu unterstützen.

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