Zentrum @deZwischen Bazar und Weltpolitik: Buchvorstellung von Hedvig Ujvári im Haus der Ungarndeutschen

Zwischen Bazar und Weltpolitik: Buchvorstellung von Hedvig Ujvári im Haus der Ungarndeutschen

Am 15. November 2011 stellte Germanistin Hedvig Ujvari ihr dieses Jahr erschienenes Buch ‚Zwischen Bazar und Weltpolitik. Die Wiener Weltausstellung 1873 in Feuilletons von Max Nordau im Pester Lloyd‘ im Haus der Ungarndeutschen vor. Die Zuschauer der Präsentation konnten sich über die damalige deutschsprachige Medienlandschaft Ungarns, über den Autor der Feuilletons und über die Weltausstellung selbst Informationen sammeln.

Im ersten Teil des Vortrags wurde Max Nordau vorgestellt. Der Journalist, der während der Weltausstellung erst 24 Jahre alt war, stammte aus einer jüdischen Familie, studierte Medizin, aber war vor allem wegen seiner journalistischen und zionistischen Tätigkeit berühmt. Hauptsächlich schrieb er Feuilletons, über die Wiener Weltausstellung verfasste er 100 Beiträge für die Pester Lloyd.

IMG_1520

Das vorgestellte Buch unterscheidet sechs Themenkreisen der Artikel von Nordau: die Vorbereitung für die Ausstellung, eine bestimmte Thematik behandelnde Schriften, Länderausstellungen, Auftreten von Staatsoberhäuptern, der Wiener Alltag und das Ende der Weltausstellung.

Die Teilnehmer der Veranstaltung erfuhren viel über die deutschsprachigen Medien der Zeit: über die Pester Lloyd und andere Blätter, bzw. darüber, warum die deutschen Zeitungen von mehreren Leuten gelesen wurden.

Über die Weltausstellung gibt es kontroverse Meinungen. Zwar hat sie das Stadtbild Wiens wesentlich geändert, aber – was auch von Nordau hervorgehoben wurde – finanziell war sie eine Katastrophe und hat wenigere Interessenten nach Wien gelockt, wie erwartet.

Das Buch von Hedvig Ujvári, das in Berlin bei Frank & Timme erschienen ist, enthält alle Feuilletons von Nordau über die Weltausstellung, dazu Kommentare und eine ausführliche Einleitung.

Die Veranstaltung wurde von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und dem Institut für Auslandsbeziehungen unterstützt.

ujvari_cover

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.