BuchtippEva Hahn, Hans Henning Hahn: Die Vertreibung im deutschen Erinnern

Eva Hahn, Hans Henning Hahn: Die Vertreibung im deutschen Erinnern

Die Vertreibung aus Ost- und Südosteuropa ist ohne Zweifel eins der traumatischsten Ereignisse der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es gibt mehrere Interpretationen der Geschehnisse, die oft einseitig sind oder geradezu Mythen bilden. Dieses Buch stellt die verschiedenen Gesichtspunkte dar und versucht durch die Veröffentlichung zahlreicher Fakten dazu beitragen, dass in den Lesern ein objektives Bild der Geschehnisse entsteht.

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Im ersten Teil des dicken Bandes werden „populäre“ Deutungen aufgelistet, zum Beispiel dass Edvard Benes die Ursache in Person war oder dass es um Hass und Rache handelte. Das zweite Hauptkapitel geht den wahren Gründen der Vertreibung nach: es behandelt, welche Pläne und Akten des NS-Deutschlands die Wille zur Vertreibung ausgelöst haben konnten, wie die Wehrmacht in den betroffenen Gebieten handelte. Auch in diesem Teil werden die unterschiedlichen Interpretationen der Potsdamer Konferenz besprochen.

Im dritten Teil werden die zeitgenössischen, teilweisen journalistischen Bearbeitungen bzw. die Einstellung der Bundesrepublik Deutschland zur Frage untersucht. Das letzte Kapitel stellt dar, wie unterschiedlich selbst die Vertriebenen an die Ereignisse erinnern und welche Traditionen es unter den Historikern beim Bearbeiten des Themas gibt. Im umfangreichen Anhang des Buches werden Statistiken über die Geschichte, Vor- und Nachgeschichte der Vertreibung veröffentlicht.

Das Buch empfehlen wir denjenigen, die gerne einen gründlichen Überblick darüber lesen möchten, welche Interpretationen der Vertreibung im deutschen Denken präsent sind.

Eva Hahn, Hans Henning Hahn: Die Vertreibung im deutschen Erinnern. Legenden, Mythos, Geschichte
Paderborn, München, Wien, Zürich : Schöningh, 2010
839 S.
Sprache: Deutsch

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.