BuchtippNorbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938-1944

Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938-1944

Die Geschichte des Volksbunds war immer ein umstrittenes Thema. Manche beurteilen ihn vom Anfang an als Teil der nationalsozialistischer Bewegung, Andere sehen das nicht so eindeutig. Der ungarische Historiker Norbert Spannenberger versucht die Geschichte der Organisation darzustellen ohne dabei Stellung zu nehmen.

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Da der Volksbund nicht an sich untersucht werden kann, befasst sich ein großer Teil des Buches mit der Nationalpolitik der jeweiligen Zeitperiode, sei es die Phase der Konsolidierung, oder die Gömbös-Ära. Das Werk stellt auch frühere ungarndeutsche Initiativen wie das Volksbildungsverein vor.

Spannenberger sieht das Unterschied zwischen der Tätigkeit der Organisation vor und während des Krieges in erster Linie darin, dass sie ursprünglich eher als Kulturverein tätig war, später aber stark politisch wurde. Im Band werden die Volkszählung im Jahre 1941, sowie die SS-Rekrutierungen oder die soziale Aktivitäten besprochen. Neben dem Hauptthema befasst sich der Autor mit den Gegnern des Volksbund, der Treuebewegung. Selbstverständlich wird der Untergang des Volksbunds mit dem Ende des Krieges auch dargestellt.

Das Buch empfehlen wir denjenigen, die sich für diese Periode der ungarndeutschen Geschichte interessieren. Das Buch ist auch auf Ungarisch unter dem Titel „A magyarországi Volksbund Berlin és Budapest között“ erschienen.

Norbert Spannenberger: Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938-1944 : unter Horthy und Hitler
München : R. Oldenbourg, 2002
(Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa ; 12.)
472 S. : ill.
Sprache: Deutsch

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.