NachrichtenReihe Junge Wissenschaft am HdU: Dr. Enikő Dácz

Reihe Junge Wissenschaft am HdU: Dr. Enikő Dácz

Am Donnerstag, dem 14.3.2013 fanden sich, trotz des ungemütlichen Wetters, einige Interessierte im Haus der Ungarndeutschen ein, um dem Vortag mit dem Titel „Auf der Spur interethnischer Beziehungen in drei siebenbürgischen Zeitungen am Anfang des 20. Jahrhunderts“ von Dr. Enikő Dácz zu folgen. Die junge Wissenschaftlerin forscht derzeit am Donau Institut, Institut für Interdisziplinäre Forschung Budapest der Andrássy Universität.
Der Vortrag war eine Vorstellung der bisherigen Ergebnisse der Quellenanalyse und verschaffte einen Einblick in den derzeitigen Arbeitsprozess. Dr. Dácz begibt sich auf die Spur interethnischer Beziehungen in den drei siebenbürgischen Zeitungen: Ellenzék (Klausenburg), Telegraful Roman (Herrmannstadt) und der Kronstädter Zeitung. In den drei Städten dominierte jeweils eine andere Nationalität (Deutsche, Rumänen, Ungarn), was sich auch auf die Berichterstattung auswirkte.

Durch die Analyse von Tagesmeldungen und deren Kategorisierung in sog. Labels, hat sie eine statistische Erfassung der Zeitungsmeldungen ermöglicht. Mit dieser Methode und dem zusätzlichen Bewertungskriterium, ob es sich um eine positive, neutrale oder negative Berichterstattung handelt, lässt eine Übersicht der prozentualen Verteilung der Themen und Bewertung in den drei Zeitungen zu.

In den Zeitungen spiegelt sich der Alltag und damit auch die interethnischen Beziehungen der drei Nationalitäten wieder. Durch die Analyse der unterschiedlichen Darstellungsweisen (positive, neutrale oder negative Berichterstattung) lassen sich Rückschlüsse auf das Alltagsleben und die Ansichten der Bürger ziehen. Z.B berichten die Zeitungen zum Teil über die selben Geschehnisse, je nach dominierender Minderheit werden sie jedoch anders dargestellt. Im Vortag ging Dr. Dácz im besonderen auf den so geäußerten Patriotismus und nationalistische Entwicklungen ein. Die Auswertung des restlichen Materials wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Aus dem Vortag entwickelte sich ein interessantes Gespräch zwischen Besuchern und der Referentin und wir erwarten gespannt den weiteren Verlauf dieses Forschungsprojektes.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.