HauptnachrichtUnterhaltung über Ostern

Unterhaltung über Ostern

In der Reihe Auf dem Teppich (im Rahmen von Zentrum-Programme im HdU) stimmten wir uns am 19. März 2014 auf den Frühling und auf das Osterfest ein. In der Gesprächsrunde erzählten Maria Wolfart (Vollversammlungsmitglied der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen), Sandra Titanilla Fuchs (Leiterin der Lochberg Tanzgruppe aus Schambek), Pfarrer Gregor Stratmann (Katholische Gemeinde Deutscher Sprache, Budapest) über ihre Erinnerungen an ungarndeutsche Frühlings- und Osterbräuche bzw. Pfarrer Stratmann erörterte die religiösen Aspekte der einzelnen Festtage. Moderiert wurde der Abend von Monika Ambach.
Die Zeit von Lichtmess, dem 2. Februar bis Ende April, in der Winter und Sommer um die Herrschaft kämpfen ist reich an Brauchtümer, in denen die Freude an das Scheiden des Winters und das Wiedererwachen der Natur zum Ausdruck kommen.
Fasching ist die Zeit der Fröhlichkeit und Heiterkeit vor der Fastenzeit. Bei den Ungarndeutschen wird vom Faschingssonntag bis Faschingsdienstag groß gefeiert und mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.

Der erste Fastensonntag wird in einigen Dörfern der Branau Hutzelsonntag genannt, weil man an diesem Tag Hutzel oder Dörrobst aß. Die Jungen gingen am Nachmittag von Haus zu Haus, sagten Hutzelsprüche und bekamen dafür Geld, Hutzeln, Äpfel, Krapfen. Am Nachmittag wurde aus Maisstängeln das Hutzelfeuer angezündet oder sogar Räder wurden runtergerollt, wie z.B. in Altglashütte das immer noch der Fall ist. Abwehrende und Fruchtbarkeit fördernde Kraft wurde diesen Riten zugemessen.
Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche. An dem Tag wird der Einzug Jesu nach Jerusalem gefeiert. Die Ungarndeutschen lassen an diesem Tag die Weidenzweige mit Kätzchen weihen, bringen diese an die Gräber bzw. auf das Feld. Sowohl Maria Wolfart (aus dem südungarischen Bawaz stammend), als auch Sandra Fuchs aus Schambek erzählten über den Brauch, dass ein Zweig in die Wohnung gebracht und an den Weihwasserbehälter gesteckt worden war.
Nachdem Pfarrer Stratmann erläutert hatte, dass am Gründonnerstag die Glocken verstummen und das Glockenläuten durchs Ratschen ersetzt wird, nicht nur um zur Messe zu rufen, sondern auch um die Gläubigen zu mahnen, wurde von Zsombor Papp aus Schambek ein Ratschenspruch vorgetragen bzw. Hanna Szente las das Ölberggebet vor, welches in Schambeck an diesem Tag gebetet wird.
Pfarrer Stratmann erklärte wie die Feuerweihe am Karsamstag das Verbrennen des Bösen bzw. die Auferstehung Jesu symbolisiert.
Maria Wolfart brachte auch ein Patentuch mit, in dem die Pateneltern ihren Patenkindern am Ostersonntag Geschenke gebracht hatten. Gezeigt wurde ein Film aus Schambek über den Brauch des Ostertausammelns. Natürlich wurden auch die Osterspiele wie Eierrollen oder Eierpicken, sowie der fröhliche Emmausgang am Ostermontag erklärt und erläutert.
Der Abend klang bei einem Gläschen Wein aus, die Gäste tauschten sich noch lange über ihre eigenen Ostererinnerungen aus.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.