HauptnachrichtBund der Vertriebenen: „Deutschland geht nicht ohne uns”

Bund der Vertriebenen: „Deutschland geht nicht ohne uns”

57 Jahre lange Geschichte hat der Bund der Vertriebenen, der Dachverband der Landsmannschaften der Heimatvertriebenen. Die Institution, die Mitglieder aus allen, von der Vertreibung getroffenen ostmitteleuropäischen Ländern hat, wählte 2014 „Deutschland geht nicht ohne uns” zum Motto.

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Der Bund der Vertriebenen besteht aus 20 Landsmannschaften (nach den Herkunftsgebieten der Mitglieder gegliedert) und 16 Landesverbänden. Nach eigenen Angaben hat er 1,3 Millionen Mitglieder. Die offizielle Zeitschrift des BdV ist der Deutsche Ostdienst.

In ihrer Exposé zum Jahr 2014 betonte BdV-Präsidentin Erika Steinbach, dass die Heimatvertriebenen mit ihrem Fleiß in enormer Weise zum „Wirtschaftswunder” der 50er Jahre beigetragen hätten, sie hätten Politik, Wirtschaft und Kultur ihrer alt-neuen Heimat beeinflusst. Es gebe zahlreiche deutsche Prominenten, die oder deren Vorfahren aus dem deutschen Osten stammen. Laut Steinbachs Meinung sei ein Viertel aller Deutschen selbst Vertriebene/r oder Nachfahren von Vertriebenen.

Anfang Juli kündigte Frau Steinbach an, dass sie nach 16 Jahren Präsidentschaft sich nicht mehr fürs Amt kandidiere. In ihrer Pressemitteilung unterstrich sie die wichtigsten Ergebnisse ihrer Zeit als Vorsitzende: als Bedeutendstes sieht sie die Gründung des Zentrums gegen Vertreibungen im Jahre 2000 und die Vorbereitungen zur Stiftung eines nationalen Gedenktages für die Heimatvertriebenen. Letzteres wurde heftig von mehreren politischen Parteien kritisiert, aber es lässt sich hoffen, dass er in der nicht allzu langen Zukunft offiziell anerkannt wird. Ebenfalls als Erfolg bewertete die Präsidentin, dass das Schicksal der Vertriebenen allgemein bekannt geworden sei. Erika Steinbach setzte sich früher auch für die Aufhebung der Beneš-Dekrete ein.

Als Nachfolger von Steinbach wurde Dr. Bernd Fabritius, Leiter des Weltverbandes der Siebenbürger Sachsen vom Präsidium des BdV nominiert.

fabritius

Der wichtigste Festtag der deutschen Landsmannschaften ist der Tag der Heimat, dessen zentrale Feierlichkeit am 30. August im Berliner Urania stattfindet.

István Mayer

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.