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Frischer Wind im Lenau Haus in Fünfkirchen – eine Kurzvorstellung der neuen ifa-Kulturmanagerin

Das Lenau Haus hat seit Mitte Juni eine neue ifa-Kulturmanagerin. Sandra György (34) kommt aus Hamburg und hat angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg studiert. Auch bringt sie Erfahrungen in der PR-Kommunikation und Projektarbeit mit.

ifamanagerin
In Fünfkirchen hat sich die Kulturmanagerin mit ungarisch-siebenbürgischem Hintergrund schnell eingelebt. So reizen sie insbesondere die vielen kulturellen und historischen Angebote der Stadt:

„Pécs/Fünfkirchen gefällt mir sehr. Ich entdecke täglich etwas Neues und freue mich jedes Mal, wenn ich neue Eindrücke gewinnen kann. Im Moment bin ich dabei, mir die historischen Stätten anzusehen. Ich war auch schon im Sommertheater und habe einige Konzerte besucht. Aber mich reizt auch die Umgebung, die Natur und der Mecsek. Da werde ich mit Sicherheit noch öfter wandern gehen.“

In ihrer Freizeit betätigt sich Frau György gerne kreativ und probiert dabei häufig neue Dinge aus. So hat sie in ihrer Heimatstadt bereits ein kleines Handarbeitslabel aufgebaut, durch das sie selbst genähte, gehäkelte oder gebastelte Accessoires vertrieben hat oder ihr eigenes Fahrrad zusammengebaut.

„Kreativität ist etwas, das eigentlich jeder in sich trägt. Man muss die eigenen Ideen nur aufgreifen und umsetzen, egal ob es klappt oder nicht. Man entdeckt hierdurch häufig ganz neue Potenziale an sich und es macht Spaß. Das Bearbeiten und Umsetzen eigener Projekte gibt mir eine unheimliche innere Befriedigung und öffnet gleichzeitig den Weg für neue Ideen. Gerne möchte ich diese Vorzüge der kreativen Arbeit auch im Zuge meiner Tätigkeit weitervermitteln und hoffe, dass sich die ein oder andere Möglichkeit ergibt.“

Die Arbeit im Lenau Haus sieht Frau György als eine neue spannende Herausforderung. Hierbei liegen ihre Aufgaben in der Schaffung eines attraktiven Programmangebots für Jugendliche und in der Unterstützung bei der Entwicklung neuer Kommunikationsstrategien.
Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere in der Förderung der deutschsprachigen Jugend.
Zwar veranstaltet das Lenau Haus bereits einen erfolgreichen deutschen Filmklub und auch die deutschsprachige Amateurtheatergruppe der Universität Fünfkirchen probt regelmäßig im Keller des Hauses, aber dennoch wünschen sich sowohl die Leitung des Lenau Hauses als auch die Kulturmanagerin einen stärkeren Zulauf von der jüngeren Generation:

„Das Lenau Haus bietet durch seine Ausstattung und das Raumangebot unheimliches Potenzial für die Umsetzung verschiedener jugendorientierter Veranstaltungen oder Projekte. Ein präsenter Gedanke ist zum Beispiel ein „Deutschland-Café“ – ein Ort, an dem junge Menschen einen Raum finden, um sich zu Entspannen, sich mit Freunden zu Treffen und sich gleichzeitig mit der deutschen Sprache und Kultur auseinanderzusetzen. Diese Idee finde ich persönlich großartig und würde mich freuen, wenn wir das bald realisieren könnten. Ich habe auch schon Ideen, die aber noch weiter ausgearbeitet werden müssen.
Dennoch würden wir uns sehr freuen, wenn die Jugendlichen auch mit eigenen Vorschlägen auf uns zukommen würden oder wir gemeinsam diskutieren, wo die Bedürfnisse liegen könnten.“

In der Tat besitzt das Lenau Haus neben einer umfangreichen deutschen Bibliothek mit Geschichtsliteratur und deutschen Filmen und einem Lesesaal, Räumlichkeiten, die sich für verschiedene Zwecke nutzen lassen. Diese Möglichkeiten würde der Verein auch sehr gerne zur Verfügung stellen.

„Ich hoffe, dass wir in der nächsten Zeit einiges bewegen und das Lenau Haus noch attraktiver für Jugendliche gestalten können.“
, sagt Frau György und fügt motiviert hinzu:

„Liebe Jugendlichen in Pécs, ihr seid herzlich dazu eingeladen, uns zu besuchen und/oder mit euren Vorschlägen auf uns zuzukommen! Wie freuen uns sehr über Ideen von euch und wollen wissen, was ihr zu sagen habt!“

An eine Bedingung ist das Vorhaben allerdings geknüpft: Der Verein sieht sich in der Verantwortung die deutsche bzw. ungarndeutsche Kultur zu vermitteln, weshalb die Programme auch durchweg in Deutsch angeboten werden.

„Natürlich sprechen wir auch ungarisch, aber dennoch vertreten wir die ungarndeutsche Nationalität und in diesem Kontext geht es vorrangig auch um die Vermittlung der deutschen Sprache.“

Abschließend fasst sie zusammen:

„Ich freue mich sehr, hier zu sein und bin schon gespannt, was in den nächsten Monaten passiert. Sehr würde ich mir einen verstärkten Dialog mit den Jugendlichen wünschen. Im Idealfall könnte man auch einen generationsübergreifenden Austausch anstreben. Ob das klappt, wird sich zeigen. Aber ich bin voller Hoffnung und diese Zuversicht treibt mich an!“

Für Anregungen, Wünsche oder Information ist das Lenau Haus erreichbar unter:
Lenau Haus
Munkácsy Mihály utca 8
7621 Pécs
Tel.: 72-332515
E-Mail: lenau@t-online.hu oder gyoergy@ifa.de
Webseite: www.lenau.hu

Facebook: www.facebook.com/LenauHaus

Stefan Szeitz

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