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Für das VIII. Volkstanzfestival, das am 15. November 2014 in Moor/Mór stattfinden wird, gab es zwei Vorentscheide. Die erste, mit neun Tanzgruppen aus den südlichen Regionen wurde am 18. Oktober in Großmanok/Nagymányok, die zweite Vorausscheidung mit acht Tanzgruppen aus den nördlichen Regionen und einer aus dem Süden wurde am darauffolgenden Tag, am 19. Oktober in in Großturwall/Törökbálint veranstaltet.
Vorentscheid in Großmanok
Die mit Gold qualifizierten waren:
Die Deutsche Nationalitätentanzgruppe aus Wemend/Véménd. Sie zeigte die Volkstanzproduktion „Hoppsa Zeppl” (Choreograph: Gábor Agárdi) und ebenfalls eine neue Produktion „Am Morgen der Hochzeit”, nach traditionellen Motiven von Michael Mausz bearbeitet. Begleitet wurde die Tanzgruppe von der Wemender Blaskapelle unter Johann Hahn, der auch die Musik bearbeitet hatte.
Ungarndeutsche Nationalitätentanzgruppe Maratz/Mórágy mit dem Programm „Auf dem Kellerberg” (neu). Choreographen Garay Iringó und Nagy László. Begleitet von Knapp János und Kapelle.
Die „Leőwey” Jugendtanzgruppe aus Fünfkirchen/Pécs mit der Volkstanzproduktion „Deutsche Tänze aus der Batschka” und als neue Choreographie mit „Polkmazur” von Heil Helmut. Begleitung: Unterrock und Schnaps Kapelle.
Die „Pergő-Rozmarein” Tanzgruppe aus Waschludt/Városlőd mit der neuen Produktion „Wemender Tänze” und dem „Kissentanz” von Heil Helmut, begleitet von der „Unterrock” Kapelle.
Die Ungarndeutsche Tanzgruppe Kier/Németkér. Die neue Produktion „Kierer Tanzbräuche” (Németkéri táncképek) wurde von Emil Hermann choreographiert und von der „Roger Schilling” Blaskapelle unter Josef Fricz musikalisch begleitet. Die Melodien wurden von László Bán bearbeitet.
Silber erreichten die folgenden Tanzgruppen:
Deutsch-Ungarischer Freundeskreis / Jugendtanzgruppe aus Bawaz/Babarc. Die Choreographin Anett Wölfling trat mit der neuen Produktion „Bawaz mit Jugendaugen” vor das Publikum. Musikalische Begleiter waren die Bawazer Dorfmusikanten.
Die Nadwarer Ungarndeutsche Traditionsflegende Volkstanzgruppe (Nemesnádudvar).
Die neue Produktion „Nach meiner Heimat” wurde von Simon Kishegyi jun. erstellt. Sie wurde von Josef Bachmann und Simon Kishegyi jun. auf dem Akkordeon begleitet.
Bronze erreichten:
Die „Glück Auf” Tanzgruppe aus Großmanok mit der neuen Choreographie „Wurstsuppe”, basierend auf Traditionen beim Schweineschlachten. Musikalisch begleitet von der vereinseigenen Kapelle.
Die „MOHÁCS” Nationalitätenvolkstanzgruppe aus Mohatsch mit der neuesten Produktion aus der Arbeit des Choreographen und Leiters dieser Tanzgruppe Stipo Filakovic’ „Of te Torfkirmes”. Begleitet wurde die Gruppe von der „Unterrock” Kapelle, Leitung Gábor Schulteisz.
Vorentscheid in Großturwall
Mit Gold qualifiziert waren:
Deutsche Nationalitätentanzgruppe aus Saar/Szár. Geleitet von Peter Schweininger wurde sie musikalisch von der Tanzhauskapelle unter der Stabführung von Thomas Farkas begleitet. Mit der Produktion „Saarer Hochzeit” (auf Überlieferungen aus den Jahren 1920-1930 aufgebaut) brachten sie eine neue Produktion auf die Bühne.
Die „Füzes” Tanzgruppe aus Wiehall-Kleinturwall/Biatorbágy brachte mit der Volkstanzproduktion „Ich hab einmal geliebet….” ebenfalls wieder etwas Neues. Die Choreographinnen waren Szabó Julianna und Edina Bunth. Musikalisch wunderbar begleitet wurde die Tanzgruppe von der Jugendblaskapelle aus Wiehall-Kleinturwall unter dem Dirigenten Alexander Kaszás.
Zur allgemeinen Überraschung trat der Traditionspflegende Schwäbische Volkstanzverein aus Hajosch mit der Produktion „Hajoscher Spinnstube” auf. Diese ebenfalls neue, auf alten Traditionen fußende Choreographie wurde von Frau Czifra gestaltet. Die traditionelle Musik wurde von Stefan Czick und Franz Huber auf ihren für Hajosch so typischen Knopfharmoniken gestaltet.
Silber erreichten:
Die Grossturwaller Tänzer mit den neuen Produktionen „Marsch und Polka” choreographiert von Huszák Gézáné, sowie „Gruß aus Branau” (von Ferenc Pallai), in der Begleitung von der Grossturwaller Tanzhaus-Kapelle.
„Reményi Margit” Siebenschritt Tanzgruppe aus Schaumar mit der neuen Volkstanzproduktion „Erinnerungen an Miki”, Choreographin war Edit Milbich, begleitet wurde die Tanzgruppe von den „Lustigen Musikanten” unter der Leitung von Gábor Kaltenecker.
„Rozmaring” Jugendtanzgruppe aus Moor mit den neuen Volkstanzproduktionen „Alle Tanzen” und „Im Schwung”, Choreographie von Josef Wenczl, begleitet von der vereinseigenen Blaskapelle.
Die Deutsche Nationaliätentanzgruppe aus Hartau/Harta brachte die von Simon Kishegyi jun. choreographierte Produktion „Maibaumaufstellen”, sie wurde von Josef Bachmann und Simon Kishegyi jun. auf dem Akkordeon begleitet.
Bronze erreichten:
„Edelweiß” Deutsche Nationalitätentanzgruppe aus Moor mit der Volkstanzproduktion „Bawazer Tänze” (Helmut Heil) und der neuen Produktion „Schönwalzer” von Csilla Búza und Andreas Schmidt. Der musikalische Begleiter war die Edelweiß-Blaskapelle.
Zum ersten Mal war bei einer Qualifikation dabei die Tanzgruppe aus Bogdan/Dunabogdány. Sie trat mit zwei neuen Volkstanzproduktionen auf, mit der „Annalina Polka” und der „Stern Polka”. Die Choreographin war Beáta Bucsánszki und begleitet wurde die Tanzgruppe von der Schwabkapelle aus Bogdan.
Vor einem fachkundigen Gremium, bestehend aus Volkskunstforscherin Dr. Mária Lantos-Imre, Kapellmeister und Musikschuldirektor i.R. József Apaceller, Choreographen und „Fülöp Ferenc”-Preisträger József Csoltói, Choreographen und stellv. Schulleiter Michael Mausz, sowie Gábor Agárdi, dem Vorsitzenden der Sektion Tanz im Landesrat, zeigten die Tanzgruppen in ihren Programmen in beiden Vorentscheidungen ihr Können und die Vielfalt der ungarndeutschen Tänze. Nach einer für die Jury nicht sehr leichten Bewertung wurden die Ergebnisse in den drei Kategorien (Gold, Silber, Bronze) bekannt gegeben.
Dass es in jeder Region nur zwei Bronze gab, zeigt das hohe Niveau auf dem hier in diesen Tanzgruppen gearbeitet wird. Bemerkenswert waren die vielen neuen Choreografien und das gekonnte Zusammenspiel mit den Kapellen.
Wir gratulieren allen, die mit Gold ausgezeichnet wurden, aber auch den „Silbernen” und den Tanzgruppen mit Bronze. Es soll ihnen ein Ansporn sein sich weiter zu vervollkommen um dann beim nächsten Mal auch unter den Goldenen zu sein. Wir wünschen allen viel Spaß beim Tanzen und freuen uns bereit jetzt auf das nächste Mal.
Das VIII. Landestanzfestival wird am 15. November 2014 in Moor abgehalten. Dabei können alle Tanzgruppen auftreten, die in den zwei Vorentscheidungen Gold erhalten haben.
Manfred Mayrhofer
LandesratForum









