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Nationalitätenpreis 2014 verliehen

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Seit 1995 wird im Dezember jedes Jahres der Nationalitätenpreis – bis 2011 unter dem Namen Minderheitenpreis – vergeben. Mit der Auszeichnung werden solche Personen, Vereine bzw. Nationalitätenselbstverwaltungen geehrt, die besonders viel im Interesse ihrer Nationalität in den Bereichen öffentliches Leben, Bildung, Kultur, kirchliches Leben, Wissenschaft, Medien oder wirtschaftliche Selbstorganisation leisteten. 2014 erhielten sechs Personen und vier Vereine den hohen Preis. Die Auszeichungen wurden am 18. Dezember, dem Tag der Nationalitäten im Pester Vigadó von Zoltán Balog, dem Minister für Humane Ressourcen überreicht.

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Zoltán Balog betonte in seiner Festrede: Es gebe in Ungarn Leute mit doppelten Identitäten und ihre doppelte Identität eine seelische und geistliche Reserve bedeute, die das Land und die Kultur benötige. Ungarns größter Reichtum liege in den humanen Ressourcen, die jetzt Ausgezeichneten seien dafür gute Beispiele.

Miklós Soltész, Staatssekretär, verantwortlicher Staatssekretär für Kirchliche, Nationalitäten- und Zivilgesellschaftliche Kontakte, bezeichnete die Ausgezeichneten als Botschafter der Nationalitäten, die mit ihrer Kultur, Sprache und Glaube die Botschafter des Friedens in Ungarn und in den Karpatenbecken sein sollten.

Seitens der deutschen Nationalität erhielten der Historiker Gerhard-Dieter Seewann und Ágnes Huszti-Nagy den Preis. Professor Seewann leitet seit 2007 den Stiftungslehrstuhl für deutsche Geschichte und Kultur im südöstlichen Mitteleuropa an der Universität Fünfkirchen, seine Forschungen und Publikationen sind grundlegend beim Studium des Ungarndeutschtums. Ágnes Huszti-Nagy ist Lehrerin und Mitglied der Nationalitätenselbstverwaltung, die Auszeichnung erhielt sie für ihr Engagement in der Bewahrung und Pflege der Traditionen der Sathmardeutschen.

 

PreisträgerInnen des Nationalitätenpreises in 2014

Ágnes Huszti-Nagy
– für die Pflege und Bewahrung der Traditionen und Kultur der Sathmarar deutschen Nationalitätengemeinschaft;

Mónika Lakatos
– Sängerin des Romango-Ensembles, für ihre Tätigkeit im Bereich der Pflege, Bewahrung und Weitergabe der authentischen Musik- und Volkstanz-Traditionen der Romas;

Veronika Tóth (Tóth Tiborné)
– als Anerkennung ihrer Arbeit als Religionslehrerin, Jugenderzieher bzw. ihrer sozialen, freiwilligen Tätigkeit im Dienste der Tuzsérer Romas;

Prof. Dr. Gerhard-Dieter Seewann – für die Stärkung der Identität der Ungarndeutschen und die objektive historische Erschließung des multiethnischen Zusammenlebens;

János Sutyinszki
– Musikpädagoge, Kapellmeister, Komponist, für die Pflege und Bewahrung der Volkslied- und Musikkultur der slowakischen Nationalität;

Mária Broś (Broś Stanislaw Wojciechné)
– für ihre vielseitige Arbeit im Dienste der polnischen Nationalität Ungarns;

Siebenbürger Armenische Wurzeln Kulturverein
– für die Aufrechterhaltung der Identität der Armenier in Ungarn innerhalb und außerhalb der Grenze;

Kariatiden Kulturverein Griechisch-Ungarischer Frauen
– für die Pflege und Bekanntmachung der Kultur und Traditionen der ungarischen Griechen

„Opanke” Serbischer Traditionspflegender Kulturverein
– für die anspruchsvolle Pflege und Bewahrung serbischer Volkstanztraditionen seit drei Jahrzehnten;

Rromanes Verein – für die Integration der provinziellen Roma-Bevölkerung und die Bewahrung der Volkskultur und Folklore der Romas durch die Betreibung des Hodászer Roma Heimatmuseums.

(Foto: Gyula Bartos – kormany.hu)

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