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Die männlichen Mitglieder des Deutschklubs von Tarian ließen es sich wieder mal nicht nehmen, vor der örtlichen Sporthalle den offiziellen Maibaum des Dorfes aufzustellen. Unter dem Motto der Mai lockt ins Frei‘ trafen sich die tatkräftigen Burschen nach Einbruch der Dunkelheit am „Tatort“, wo sie das bereits gefällte Prachtstück von Baum nach schweißtreibender Arbeit aufgestellt haben.

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Möge jede ungarndeutsche Siedlung, die einen Maibaum aufstellt, welcher der alten Tradition nach für Einigkeit und Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft steht, dem Vers gerecht werden, der besagt: Mein Dorf, das die Tradition in Ehren hält, / hat mich mit vereinten Kräften hier erstellt. / Nun betrachte mich genau, und denke stets daran, / dass einer alleine nichts erreichen kann.

Ein Maibaum wurde auch im Stadtzentrum von Hartian aufgestellt. Das hervorragende Begleitprogramm ist gelaufen, den Straßenball allerdings trieb das ungünstige Wetter ins Eulennest, die Begegnungsstätte der Jugend. Der Freundeskreis Schwäbischer Jugendlicher in Hartian organisierte am 1. Mai bereits das zweite Mal das Maibaumstellen in Erinnerung an die gute Tradition, dass man früher den Mädchen, denen man den Hof machte, solche Bäume in den Hof stellte.

In der Jugendbegegnungsstätte versammelten sich am 1. Mai die Gastgeber und die Gäste – die Tanzgruppen aus Schambek und Pußtawam sowie die Heimatklang-Kapelle aus Taks, die den Zug mit dem langen Maibaum bis zum Stadtzentrum musikalisch begleitete. Gespannt verfolgten die neugierigen Gäste das gar nicht so leichte Aufstellen des von den hübschen Mädchen mit bunten Bändern geschmückten Maibaumes. Das Wetter war fast bis zum Ende des anschließenden Kulturprogrammes gnädig, in dem ausgezeichnete Darbietungen der Schambeker und Pußtawamer Tänzerinnen zu genießen waren. Nach dem gemeinsamen Tanz um den Maibaum musste wegen des ungünstigen Wetters der angekündigte Straßenball ins Eulennest verlegt werden, wo die Heimatklang-Kapelle für gute Stimmung sorgte. Eine Veranstaltung, die nach dem Willen der Jugendlichen zur Tradition werden sollte. Hierzu zwei Meinungen von Teilnehmerinnen.

Sandra Titanilla Fuchs, Leiterin der Lochberg-Tanzgruppe aus Schambek: Für uns ist es eine große Ehre, dass die Hartianer manches von uns übernommen haben, sowohl im Bereich der Traditionspflege als auch im Bereich des Organisatorischen. Der Empfang war sehr herzlich und für das leibliche Wohl unserer Mitglieder hat die Leitung der Hartianer persönlich gesorgt. Der Höhepunkt des Tages für uns war das gemeinsame Maibaumstellen. Drei Jugendgruppen haben eine alte Tradition gepflegt. Das war ein außerordentlich gutes Gefühl. Solche Momente geben uns immer wieder Kraft zu unserer weiteren Arbeit. Herzlichen Dank für die Einladung. Wir hoffen auf ein Wiedersehen!

Viktoria Varga aus Pußtawam: Wir haben uns über die Einladung sehr gefreut, da wir über Hartian schon sehr viel gehört haben, wie gut dort die Traditionspflege geht und wie begeistert die ungarndeutsche Jugend in dieser Stadt ist. Wir sind also aufgeregt losgefahren und in ungefähr zwei Stunden in Hartian angekommen, und wir wurden nicht enttäuscht! Leckeres Mittagessen, wunderschöne Umgebung und gute Laune haben uns begrüßt. Zusammen mit der Tanzgruppe aus Schambek und mit den Hartianer Jugendlichen haben wir den Maibaum aufgestellt. Dann hat die Lochberg-Tanzgruppe einen tollen Auftritt hingelegt und gemessen am Applaus hat das Publikum unsere Tänze auch als sehr gut bewertet. Trotz des schlechten Wetters haben wir den „Straßenball“ abgehalten, und zwar im Keller, wo wir uns alle wohl gefühlt haben. Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

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