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In der Geborgenheit der Muttersprache

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11. Landesfinale des ungarndeutschen Rezitationswettbewerbs

Bereits zum 11. Mal versammelten sich eine Sporthalle voll Leute im Budapester Deutschen Nationalitätengymnasium und Schülerwohnheim, um SchülerInnen der 1. bis 12. Klasse die Daumen zu drücken. Am vergangenen Freitag, am 15. Mai kam es nämlich zum 11. Landesfinale des ungarndeutschen Rezitationswettbewerbs, um die Schülerinnen und Schüler zu finden, die deutsche Texte – Gedichte wie Prosa – am eindrucksvollsten vortragen können.

Die Kandidaten wurden je nach Alter, sowie danach, ob sie sich mit einem Text in Hochdeutsch oder in ihrer Mundart vorbereitet haben, in 10 Kategorien eingeteilt. Die besten 198 BewerberInnen aus dem ganzen Lande durften ihre Werke vor den Jurys vortragen.

Ildikó Tápai, Direktorin des Budapester Deutschen Nationalitätengymnasiums begrüßte die Gäste und wünschte den Kindern, durch das Rezitieren von Gedichten und Prosastücken die Geborgenheit in der Muttersprache zu genießen.

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Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen bedankte sich in seiner feierlichen Eröffnungsansprache bei Kindern, Eltern, Pädagogen, Juroren und Organisatoren für die Mühe und hob hervor, dass die Pflege der Sprache und des Kulturguts für uns, Ungarndeutsche zum Überleben unerlässlich sei. Auch eine erfreuliche Nachricht teilte er den Anwesenden mit: dass nämlich auch das Deutsche Nationalitätengymnasium – der Schauplatz des Landesfinales – ab nächsten Schuljahres in die Trägerschaft der Landesselbstverwaltung käme.

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Die einzelnen Jurysektionen bewerteten die Beiträge nach gemeinsamen Kriterien: die Punktezahlen wurden nach Richtigkeit der Phonetik und Intonation, nach der inhaltlichen Angemessenheit des rezitierten Textes und nach Kohärenz und Flüssigkeit des Vortrages vergeben.

Zur Verkündung der Ergebnisse und zur feierlichen Preisverleihung delegierten alle Jurys je ein Mitglied auf die Bühne, das die Meinung der von ihm vertretenen Sektion kurz zusammenfasste. Allgemeine Ansicht war, dass es keinen schwachen Beitrag gegeben hat, und dass aus einer breiten Palette an Werken sehr gute Texte ausgewählt wurden. Während der eine Juror betonte, dass es etwas Großartiges sei, Texte auswendig zu lernen, weil man sich das in sein Leben mit hinaus nehme und auch noch in 30 Jahren könne, sprach eine andere Jurorin begeistert darüber, dass sie mit ihren KollegInnen in ihrer Mundartsektion innerhalb von gut einer Stunde ganz Ungarn bereist habe – von Werischwar bis nach Wemend, und dass sie eine Welt erlebt habe, wo noch der Dialekt gesprochen und die Tracht getragen wurde und wo alles noch in Ordnung gewesen sei.

Die Erstplatzierten aller Kategorien durften ihre Stücke auf der Bühne, vor einem großen Publikum noch einmal vortragen. Diejenigen, die die ersten drei Plätze belegt haben, erhielten wertvolle Buchgeschenke, und die Erstplatzierten dürfen im Oktober an einer Rundreise nach Baden-Württemberg teilnehmen.

Die Ergebnisse >>>

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Förderer der Veranstaltung waren die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, der Fondsverwalter für Humane Ressourcen und das Goethe Institut Budapest.

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