Bibliothek @deJudit Háhn (Hg.): „Mindent elvettek tőlünk!”

Judit Háhn (Hg.): „Mindent elvettek tőlünk!”

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Das hier besprochene Buch war ursprünglich nicht für die große Öffentlichkeit bestimmt. Die Geschichten, die die Großmutter der Herausgeberin und die zwei weiteren Befragten erzählten, waren aber so spannend, dass Judit Háhn sich dafür entschied, diese in einem Band zu veröffentlichen.

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Die drei Frauen verbindet der gemeinsame Heimatort: alle stammen aus Nimmersch/Hímesháza in der Branau. In der einst nur von fuldischen Ansiedlern bewohnten Gemeinde leben heute neben Deutschen auch Bukowinaer Székler und Magyaren aus Oberungarn. Hier gab es keine organisierten Aussiedlungen, was aber die Konflikte der Nationalitäten einigermaßen noch vertiefte.

Es handelt sich um subjektive Berichte, deshalb dürfen wir keine Sachlichkeit oder wissenschaftliche Präzision von den Texten erwarten. Leider gibt es aber auch im Vorwort der Herausgeberin wenigstens einen schweren Fehler, indem sie die oberungarischen Einsiedler konsequent „Slowaken” nennt. Dies ändert aber nichts daran, dass der von der Linguistik-Doktorandin der Universität Fünfkirchen zusammengestellte Band eine wichtige Quelle zur Geschichte von Nimmersch bildet.

Das mit einem Bildanhang ergänzten Büchlein ist gut dazu geeignet, seinen Inhalt mit den Erlebnissen von Bewohnern anderer ungarndeutschen Ortschaften zu vergleichen.

Judit Háhn (Hg.): „Mindent elvettek tőlünk!”. Svábsors Baranyában. Visszaemlékezések
„Es wurde alles von uns weggenommen!” Schwabenschicksal in der Branau. Erinnerungen
Pécs : S. n., 2010
64 S. : ill.
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek zugänglich. Weitere Informationen: info@bibliothek.hu

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Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

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Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.