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Wir und die Anderen

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Unter dem Titel Mi és a többiek – wir und die Anderen wurde am 18. Mai im Ungarndeutschen Landesmuseum in Totis/Tata die neue, zweisprachige ständige Ausstellung eröffnet, die das Verhältnis zwischen der Mehrheits- und Minderheitengesellschaft, die Zusammenfassung der deutschen Nationalität zugeschriebene Charakterzüge darstellt.

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„Die Ausstellung stellt die Frage, wie die ungarische Gesellschaft die deutsche Minderheit sah bzw. sie sehen ließ, und weist auf die menschliche Eigenschaft hin, wie wir uns in der von uns über Andere gebildeten Meinung erkennen”, betonte Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen bei der Eröffnung.

Seit 1997 ist diese die erste neue ständige Ausstellung im Ungarndeutschen Landesmuseum. Die von Mónika Busa und Klára Kuti zusammengestellte Ausstellung ist in der ersten Etage der Mühle, die das Museum beheimatet, zu sehen, und die Gegenstände werden den Themen Frömmigkeit, Fleiß, Moral und Dorfgemeinschaft zugeordnet.

Új kiállítás a Német Nemzetiségi Múzeumban / Neue Ausstellung im Ungarndeutschen Landesmuseum  (fotó/Foto: Német Nemzetiségi Múzeum)

Die thematischen Zusammenstellungen werden schaufensterartig, auch im Raum voneinander abgegrenzt präsentiert, die einzelnen Gegenstandsgruppen werden von Bauernmöbeln nachahmenden, abgeklärten, bemalten Holzrahmen umrahmt, vor denen in ihrer Formwelt ähnliche Informationsschilder stehen, auf die die Besucher über das Gesehene lesen können.
In der Mitte des Ausstellungsraumes wurde in Kreisform eine Porträtsammlung zeitgenössischer Abbildungen ungarndeutscher Jungen, Mädchen, Männer, Frauen und Familien aufgestellt, womit die Gestalt der Gegenstandsbenutzer heraufbeschwört wird.
Ein wichtiges Element der Ausstellung ist eine schwarze Tafel, an die die Besucher ihre Antworten auf folgende Fragen schreiben können: „Wer sind sie? Woher kommen sie? Wohin sind sie verschwunden? Und wer bist du, woher kommst du, und in welche Richtung gehst du?”.

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Einen gesonderten Ausstellungsteil wurde den zweihunderttausend ungarndeutschen Vertriebenen gewidmet. Klára Kuti sagte, dass die Staaten unserer Region seit Jahrhunderten bestrebt seien, die Idee eines einsprachigen und über eine einheitliche Kultur verfügenden homogenen Nationalstaates als Wert aufzuzeigen, die Ausstellung dagegen bekunde, dass wie es auch im Titel steht Wir und die Anderen zusammen den Reichtum bedeuten.
Die Kuratorin der Ausstellung fügte hinzu, dass es eine Ausstellung über die Geschichte der Deutschen im Erdgeschoss des Museums geplant werde, im zweiten Stock würden künftig das gegenwärtige Leben der Nationalität darstellende Objekte vorgestellt, wozu man mit der Sammelarbeit schon begonnen hätte.

Die Aufgabe des 1972 gegründeten Ungarndeutschen Landesmuseums in Totis ist die Sammlung, Aufbewahrung sowie Vorstellung der gegenständlichen und geistlichen Kultur der Ungarndeutschen. Das Institut gehört zum Domokos-Kuny-Museum. Seit 1983 ist es in der einstigen Nepomucenus-Mühle zu finden.

István Farkas (MTI)
(Übersetzung ins Deutsche: Monika Ambach)

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