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Die Sonne scheint und am Horizont ragt das Mecsek-Gebirge vor dem strahlend blauen Himmel auf. Auf dem Sportplatz des Székelyhidi SE stehen sich acht Mannschaften gegenüber. Sie werfen mit Holzstecken auf kleine rechteckige Klötze und achten penibel darauf, nicht den „König“ zu treffen, der, mit einer leuchtend roten Krone gekennzeichnet, in der Spielfeldmitte thront.
Das Spiel, das sie spielen heißt Kubb und ist auch als Wikingerschach bekannt. Ursprünglich aus Skandinavien stammend, hat Kubb in den letzten Jahren zahlreiche treue Anhänger in Deutschland gewonnen. Aber auch in Ungarn gibt es immer mehr begeisterte Spieler, von denen einige sogar an internationalen Wettbewerben teilnehmen.
Das Lenau-Haus hat nun diesen Trend aufgegriffen und zusammen mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) und der Deutschen Selbstverwaltung Fünfkirchen am 13. Juni das erste Kubb-Turnier in Fünfkirchen veranstaltet.
Insgesamt meldeten sich 27 Teilnehmer zum Wettbewerb an (von denen einige sogar extra aus Serbien angereist waren) und kämpften als „Team Lenau“, „Treffpont.“, „Gerhard 1“, „Gerhard 2“, „Kubba Libre“, „Die Liebs“, „IT-Vikings“ und „Stefeles Jungs“ um den Meistertitel.
Wie wird man zum „Wikinger-König“?
Kubb erfordert keine besonderen Voraussetzungen und ist für alle Altersstufen geeignet. Beide Mannschaften besitzen fünf Basiskubbs, rechteckige Holzklötze, die an den Spielenden aufgestellt werden. Diese müssen von der gegnerischen Mannschaft mit Wurfhölzern umgeworfen werden. In der Mitte des Spielfeldes steht der Kubb-König – eine Figur, die nur am Ende fallen darf, da ansonsten die Partie verloren ist. Eine Reihe an weiteren Regeln lässt das Spiel zusätzlich spannend und vielseitig werden.
Dass Kubb einen großen Spaßfaktor besitzt, bewiesen die Turnierteilnehmer am Samstag: Trotz hoher Temperaturen wurden sogar noch in den Pausen die Wurfstöcke geschwungen. Dennoch konnte es am Schluss nur einen Gewinner geben und so ging der erste Preis wohlverdient an die Familie Amrein (István, Mátyás, Dániel), die als „Stefeles Jungs“ neben dem „Pokal“, einem gravierten Kubb-König und auch ein neues Spielset mit nach Hause nehmen durfte. Den zweiten und dritten Platz erreichten die Teams unserer Gäste aus Sombor (Serbien) „Gerhard 2“ (Marjana Vukobratovic, Gabrijela Bogisic, Davor Smalc) und „Gerhard 1“(Katarina Kosovac, Peter Rang, Sara Delinger).
Auf allgemeinen Wunsch wird bereits über eine Fortsetzung nachgedacht.
Wer bis dahin üben oder das Spiel einfach nur mal ausprobieren möchte, der kann sich im Lenau-Haus gerne ein Kubbset ausleihen.
Sandra György












