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Sechstes Treffen der Trägerinnen der Marienstatuen in Waschkut

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Die Waschkuter römisch-katholische Kirchengemeinde und die Selbstverwaltung des Dorfes haben im Rahmen der mehrtägigen religiösen, kulturellen, sportlichen und gastronomischen Programmreihe am 5. Juli – im weitesten Sinne des Wortes unter heißen Verhältnissen – das 6. Treffen der Trägerinnen der Marienstatuen veranstaltet.

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Im Volksmund hießen sie auch Muttergottes-Mädchen, „Muttergottesmenscher“. Die Gruppen kamen aus Thomasberg (Vojvodina) sowie Bátmonostor, Salasche, Dusnok, Fajsz, Mórahalom, Nagybaracska, Nadwar (die Nadwarer Trägerinnen waren zum ersten Mal Teilnehmerinnen des Treffens), Szeremle und Wikitsch.

Natürlich haben auch die Gastgeberinnnen, die Waschkuter Mädchen und Frauen, an der traditionellen Veranstaltung teilgenommen. Die mit Bändern und Blümchen wunderschön geschmückten Statuen wurden früher an die Pilgerorte getragen. Dort haben die Gläubigen um die Hilfe Marias gebeten.

Maria, die Mutter Jesu, oft mit dem Symbol des Schutzmantels dargestellt, unter den sich Menschen bergend stellen. Der Mantel der Barmherzigkeit, der wärmt, schützt und erleuchtet. Als Schutzmantel-Madonna gewährt Maria den Gläubigen Zuflucht und Frieden, Trost und Zuversicht, die uns neuen Lebensmut schenken. Die farbenprächtige Maria mit ihrem flammenden Herzen erinnert uns an eine große Botschaft: Die Gottesmutter hat ihr mitfühlendes Herz für die Nöte aller Menschen geöffnet.

Das Fest begann mit dem Einzug der Trägerinnen in die Kirche. Mädchen und Frauen in der Volkstracht ihrer Gemeinde trugen die tragbaren, mit Blumen verzierten Marienstatuen auf ihren Schultern. Die feierliche Messe – außerhalb der Kirche unter einem Zelt – zelebrierten Erzbischof Dr. Blasius Bábel von Kalocsa-Kecskemét und Pfarrer Tibor Szűcs, der vor 25 Jahren seinen kirchlichen Dienst begann und auf dieser Messe sein silbernes Priesterjubiläum feierte. Der „Silberpfarrer“ dient den römisch-katholischen Kirchengemeinden in Gara, Juritsch/Bácsszentgyörgy und Waschkut. Auf seinem Andachtsbild steht: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.” (Mk 16, 15) Die Gratulationsrede wurde auf der Messe vom Waschkuter Bürgermeister Zoltán Alszegi gehalten. Im Namen der Gläubigen bedankte er sich für den opfer- und hingebungsvollen kirchlichen Dienst. Der Erzbischof sprach in seiner Predigt über die Wichtigkeit der Traditionen. Die Religion ist ein Teil unserer Identität, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Glaube gibt uns Kraft, die alltäglichen Sorgen, unser Kreuz zu tragen. Maria bedeutet uns immer die Hoffnung, von der wir Kraft, Ausdauer und Trost schöpfen können. Die Werte bereichern uns. Die Trägerinnen der Statuen sorgen für die Bewahrung der religiösen Traditionen. Das wohl bekannte Marienlied „Glorreiche Königin“ gab der feierlichen Messe den innigen Rahmen. Erzbischof Blasius freute sich über die abgeschlossene Renovierung des Turmes der 135-jährigen Kirche. Die Messe endete mit der durch die Waschkuter Anton-Kraul-Blaskapelle musikalisch begleiteten Prozession und dem abschließenden Gottessegen „Vergelt’s Gott“.

Das innige Treffen brachte das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Herzen und Seelen der traditionellen Veranstaltung, Frau Elisabeth Knipf und József „Dodi“ Puha, organisieren schon das Treffen 2016. „Geht hinaus in alle Welt…“ und kommt am 03. Juli 2016 in Gesundheit zum 7. Treffen der Trägerinnen der Marienstatuen nach Waschkut.

HeLi

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