HauptnachrichtDas Widergeben interkultureller Kompetenzen

Das Widergeben interkultureller Kompetenzen

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Die Deutsche Selbstverwaltung Budapest und die Deutsche Selbstverwaltung des Komitates Pest veranstalteten am 25.09.2015 im Deutschen Nationalitätengymnasium eine Feier zum Anlass des Europa-Tages der Deutschen in Budapest. Gleichzeitig wurde die Schuljahreseröffnung der Schulen und Kindergärten mit Nationalitätenunterricht in Budapest und der Region Nord gefeiert.

IMG_4986

Der feierlicher Nachmittag wurde von dem Kammerchor der Gastgeberschule mit der Ungarndeutschen Hymne eröffnet. Anschließend hielten Dr. Heinz-Peter Behr, der deutsche Botschafter, der Stellvertretender Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen Attila Fülöp und der Parlamentsfürsprecher der Ungarndeutschen Emmerich Ritter die Eröffnungsreden.

Dr. Heinz-Peter Behr sprach in der Hauptrede von Herausforderungen. Zum einen ging es um die hohen schulischen Anforderungen, bei welchem der volle Einsatz der Schüler erfordert wird. Zum anderen ging es um die Herausforderungen an Europa. Die Herausforderung Europas ist es, sämtliche Staaten zusammenzuschließen und Kriege und Konkurrenzdenken hinter sich zu lassen. Die verschiedenen nationalen Interessen können nur durch gegenseitiges Verständnis ausgeglichen werden. Und genau diesen Punkt vermitteln auch die Nationalitätenschulen, denn das Kombinieren zweier Kulturen bildet die Grundbasis für spätere interkulturelle Kompetenzen.

IMG_5018

Attila Fülöp sprach über die große Bedeutung der Familie und der Gemeinschaft. Er erklärte, dass der Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig sei und wie nah Ungarn mit den Nationalitätenschulen an den Ungarischen Traum heranreicht.

Emmerich Ritter präsentierte die Gegenwart und die Zukunft der Kulturvereine und Kulturprogramme. Der Fortschritt der letzten Jahre weise auf eine blühende Zukunft der interkulturellen Kompetenz hin. Wenn die verschiedenen nationalen Interessen der dreizehn in Ungarn lebenden Nationalitäten weiterhin so akzeptiert und anerkannt werden wie bisher, so verdreifachen sich die Kulturprogramme und Kulturvereine in den nächsten Jahren.

Im Anschluss an die drei Reden wurden Auszeichnungen an Lehrer der Deutschen Nationalitätenschulen Preise für ihr Engagement und ihren Fleiß in der Schule verliehen. Die rangige Auszeichnung „Deutschlehrer des Jahres 2015” wurde an Mehreren verliehen.Den von der Deutschen Selbstverwaltung Budapest gegründeten Preis „Deutschpädagoge des Jahres 2015“ erhalten heuer vier Deutschlehrerinnen aus der Hauptstadt: Frau Mária Fodor-Leidinger (Ferenc-Medgyessi-Nationalitätengrundschule), Frau Ildikó Fehér-Istóczki (Blanka-Teleki-Grundschule), Katalin Túri (Deutsche Nationalitätengrundschule Árpád) und Mónika Farkas  (Deutsches Nationalitätengymnasium). Aus dem Komitat Pest erhielten Frau Mónika László (Wudersch/Budaörs), Ilona Balog (Paumasch/Pomáz), Frau Anna Versánszki (Harast/Dunaharaszti) und Frau Katalin Ruttersmid (Hartian/Újhartyán) die Auszeichnung. Oftmals wurden die Auszuzeichnenden von den Schülern vorgeschlagen und bei dem Erhalt der Preise unterstützt.

Nach den feierlichen Übergaben der Auszeichnungen fingen die vorbereiteten vielseitigen Aufführungen der Schüler an. Den Anfang machten Nikolett Puhl und Norbert Fodor aus der Medgyessy-Ferenc-Grundschule im III. Bezirk mit einem Ausschnitt aus Loriot`s Feierabend. Danach führte die Klasse 3. C der Teleki-Blanka-Grundschule im XI. Bezirk das „Fliegerlied” musikalisch und tänzerisch vor.

IMG_5012
Als nächstes trugen Schüler der Árpád Deutschen Nationalitätengrundschule im XXII. Bezirk das Gedicht „Die Schwäbsche Eisebahne” und die Lieder „Im Märzen der Bauer” und „Grüß Gott du schöner Maien” vor. Hiernach folgten die zwei ungarndeutschen Volkslieder „Solang ich jung und lebendig bin” und „Ein Schäfermädchen ging ins Grüne” und das Gedicht „Drachenabenteuer” von der Hartianer Deutschen Nationalitätengrundschule. Zum Schluss zeigte die Klasse 11. BD des Deutschen Nationalitätengymnasiums zwei Tänze, einmal „Radinka Polka” und danach „Kirtag-Polka”.

Judit Bárkányi, die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Budapest beendete offiziell den Europa-Tag der Deutschen in Budapest und lud alle herzlich zum Büffet ein, um sich unterhalten und austauschen zu können und gemeinsam den ereignisreichen Abend entspannt und schön ausklingen zu lassen.

Fee Dorina Dutombé
Fotos: László Bajtai

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.