HauptnachrichtEin Abend in Blau

Ein Abend in Blau

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Die Veranstaltungen, in deren Rahmen sich Gemeinden im Haus der Ungarndeutschen in Budapest vorstellen, seien immer sehr aufwendig zu organisieren, aber seien auch die aufregendsten und ausnahmslos sei jede ein Fest, meinen die Mitarbeiter des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums. Von der Reihe Zu Gast im HdU ist auch das Publikum begeistert. Es wird nicht nur eine Ausstellung im Veranstaltungssaal eröffnet, sondern es wird nebenan ein ortstypisches Heimatzimmer eingerichtet. Die Mitwirkenden stellen ihre Ortschaft durch Musik, Gesang, Tanz sowie Vorträge vor und sie bringen auch typische Gerichte mit.

IMG_3367

Am 24. Februar waren die Großnaarader aus der Branau angereist und brachten mit einem vielfältigen Programm Stimmung ins HdU. Durchs Programm führte Dorottya Erb, Trägerin es Valeria-Koch-Preises, der von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen für hervorragende Leistungen verliehen wird. Sie ist Schülerin des Fünfkirchner Valeria-Koch-Schulzentrums, aber auch in ihrem Heimatort ein sehr aktives Mitglied der Gemeinschaft.

IMG_3374

Großnaarad ist ein Ort, der überwiegend auch heute von Ungarndeutschen bewohnt ist. Die sich aus der Fuldauer Gegend angesiedelten Vorfahren ließen sich im 18. Jahrhundert an beiden Ufern des Baches „Borza” nieder. Das kulturelle Leben baut vor allem auf die deutschen Traditionen, wie das Kirmesbaumstellen oder das Blaufärberfestival. Dieses zweitägige Fest wird am letzten Juliwochenende bereits zum 17. Mal organisiert. Über letztere erzählte Csilla Erb-Merkler, die Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, bzw. würdigte das Werk vom Blaufärbermeister Johann Sárdi, dessen Werkstatt jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt. Der 96 Jahre alte Meister ist einer der bekanntesten Vertreter dieser alten Handwerkskunst. Er erhielt für seine Tätigkeit unzählige Preise, darunter auch die Auszeichnung Ehrennadel in Gold für das Ungarndeutschtum. Es ist auch kein Zufall, dass die Ausstellung im Nebenraum des HdU die Blaufärberei in den Mittelpunkt stellt.

IMG_3369

Auch die Mitglieder des seit 40 Jahren wirkenden Chors betraten die Bühne in hübscher Blaufärberkleidung. Die Gruppe, die von László Beck geleitet wird, bewies mit ihrem Programm, dass sie sich sehr verdient zahlreiche Auszeichnungen in Gold bei Chorqualifizierungen holte. Die zwei jungen talentierten Musiker, Bence Tarlós und Csanád Orgyán, wie auch die Volkstanzgruppe Vergissmeinnicht waren mit von der Partie.

IMG_3384
Zentrum-Direktorin Monika Ambach eröffnete die Fotoausstellung des Fotografenehepaars Lydia und Peter Máy. Sie besitzen seit 1989 ein Fotoatelier in Bohl und sind sehr anerkannte Fachleute. Die nette und offene Art der Beiden widerspiegelt sich auch in ihren Aufnahmen. Sie versuchen in ihren Bildern stets das Persönliche, das Wertvolle festzuhalten. Ihre nun im HdU präsentierten Fotos stellen das Nationalitätenleben in Großnaarad aus besonderen Perspektiven vor.

IMG_3470

Als Überraschung durften die Anwesenden auch eine Modeschau erleben. Hübsche junge Damen präsentierten die Kreationen der Modedesignerin Piroska Bucsuházy aus Budapest. Sie entwarf moderne Kleidungsstücke, wobei sie sich von der Blaufärbertradition und den natürlichen Stoffen inspirieren ließ.

Wie gewohnt luden auch die Großnaarader das Publikum auf ein Gläschen Wein ein und dazu gab es reichlich Strudel und Salzkipfel.

Die Ausstellung wird bis zum 29. April im Haus der Ungarndeutschen zu sehen sein, bald folgt auch eine Reportage in der Sendung Unser Bildschirm.

Weitere Informationen über bzw. Bilder von der Veranstaltung >>>

EMMI EMET logók

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.