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Das Handwerk wird auch heute anerkannt

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Zu einem gemütlichen Nachmittag lud die örtliche Ungarndeutsche Selbstverwaltung  Groß und Klein nach Tarian zum I. Landeshandwerkertag der Ungarndeutschen am 14. Mai ein.

Diese war aber nicht die erste Veranstaltung der Tarianer vor Ort, sie organisieren den Handwerkertag bereits seit 14 Jahren, nur jetzt sahen sie die Zeit dafür gekommen, dass sie ihn auch auf Landesebene verkünden. Es sind zahlreiche Aussteller gekommen, 48 an der Zahl aus 24 Ortschaften und nicht nur aus der Gegend.

„Die aufwändige Vorbereitung hat sich gelohnt, denn es sind sehr viele Gäste von nah und fern da, sogar Gruppen sind angereist”, sagte Maria Miskovics, die Vorsitzende der deutschen Selbstverwaltung, die sich auch darüber sehr erfreute, dass die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen die Schirmherrschaft über das Fest übernahm. Gefördert wurde die Veranstaltung auch vom Förderungsfond des Ministeriums für Humanressourcen.

Emmerich Ritter parlamentarischer Sprecher der Ungarndeutschen eröffnete den Handwerkertag. Diese Aufgabe erfüllte er sehr gerne, auch weil die erste Kindergruppe, die ihn nach seinem Amtsantritt im Parlament besuchte, aus Tarian kam. Ob er oder die Kinder damals nervöser waren, dass könnte er heute nicht mehr sagen. Der Sprecher betonte, dass zu der ungarndeutschen Kultur auch das Handwerk dazugehöre. Er teilte den Anwesenden mit, dass die staatliche finanzielle Förderung der Nationalitäten für das nächste Jahr deutlich erhöht werde, womit unter anderem auch Veranstaltungen wie der Handwerkertag und weitere Initiativen unterstützt werden können.

Im Gemeinschaftshaus reihten sich hinter den Tischen die Handwerker auf. Wegen des ungünstigen Wetters musste auch das abwechslungsreiche Kulturprogramm vom Hof auf die Bühne im Saal verlegt werden. Dies verursachte ein noch größeres Getümmel, als was sonst schon gegeben hätte, aber die Besucher schritten geduldig durch die Reihen. Man konnte die Stickereien und Spitzen bewundern, es gab auch gewebte Stoffe, Holzschnitzereien und Kerzen oder Gesellschaftsspiele zu sehen, auch Käse- und andere Lebensmittelprodukte konnte man kaufen. Profi- und Amateurhandwerker befanden sich gleicherweise unter den Mitwirkenden.

Auch das jüngere Publikum wurde mit Programmen bedacht, denn auf dem Hof des Heimatmuseums gab es eine Vielzahl traditioneller Spielgeräte, die die Kinder ausprobieren konnten. Es soll bemerkt werden, dass manche Geschicklichkeit erfordernden Spiele auch die Erwachsenen ziemlich lange beschäftigten. Wer sich für die Ausstellung interessierte, konnte an Führungen teilnehmen und die hübsch eingerichteten Zimmer besichtigen, oder eben die Werkzeuge in der Scheune, die einst allesamt von geschickten Handwerkern produziert worden sind. Zum Glück wird dieses Können und Wissen – wie es auch der 1. Landeshandwerkertag der Ungarndeutschen bewiesen hat – dank den guten Fachleuten weiterhin lebendig gehalten.

Monika Ambach

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