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„Die Mauer sind gefallen…”

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Herbstseminar der JEV im Burgenland

Das Herbstseminar der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) wurde diesmal in dem wunderschönen Burgenland, in der Organisation der Burgenlandkroaten und der Kärntner Slowenen veranstaltet. Die verschiedenen vielfältigen Programme der Woche fanden in unter dem Motto „Breaking walls” – „Mauern brechen” statt. Das eigentliche Ziel der Organisatoren war, die bestehenden Mauern zwischen unterschiedlichen Kulturen und Völkern niederzureißen. Die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU), als Mitgliedsorganisation der JEV, hatte auch die Möglichkeit mit einer kleineren Delegation die jungen Ungarndeutschen zu vertreten. Über ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichten Blanka Jordán, Alexandra Pencz und Martin Surman-Majeczki im folgenden Artikel:

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Wir hatten die Gelegenheit nach Lockenhaus/Léka in der Vertretung der GJU zu reisen, um an dem diesjährigen Herbstseminar teilzunehmen. Das letzte Seminar wurde bei uns in Fünfkirchen/Pécs veranstaltet, deswegen war dieses etwas anderes, weil wir jetzt nicht als Organisatoren anwesend waren. Wir waren schon ganz gespannt, unsere Freunde aus ganz Europa wiedersehen zu können. Die Organisatoren haben alles dafür getan, uns ihre Minderheiten während dieser Woche so gut wie möglich vorzustellen, damit wir einen Einblick in ihre Kultur und Geschichte und in ihre gegenwärtigen Probleme gewinnen können.

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Der Schauplatz des Seminars hat uns schon verzaubert. Auf dem spektakulären Hauptlatz von Lockenhaus wurde das Seminar offiziell eröffnet. Bei diesem Ereignis war natürlich die Presse anwesend, wir gaben der ungarischen Sendung vom Radio Burgenland sogar ein Interview.

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Beeindruckend war die mittelalterliche Ritterburg von Lockenhaus, in der wir untergebracht waren. Das Lieblingsprogramm des Seminars, „das Exchange Market”- bei dem alle Minderheiten ihre eigenen Spezialitäten präsentieren -, fand in einem Rittersaal ebenfalls auf einen perfekten Platz. Diese historische Stimmung ist noch mit eigenem Musizieren der Burgenlandkroaten mit Tanbur gesteigert worden. Natürlich waren wir Ungarndeutsche auch ein Farbfleck dieses Abends, wo u.a. unser Stifolder aus der Branau, und Herzel und Nussschnaps aus Hartian sehr populär waren.

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Während der Woche nahmen wir an verschiedenen Workshops teil. Szandi und Blanka wählten das Workshop im Zusammenhang mit Minderheitensprachen, an dem sie „den Baum der Minderheitensprachen” anfertigten. Martin beteiligte sich am Workshop „Nanotourismus”, bei dem die touristischen Möglichkeiten der kleineren Siedlungen und der Minderheiten unter die Lupe genommen wurden. Die Teilnehmer haben festgestellt, dass man keine besondere Sehenswürdigkeit oder Attraktion braucht, um eine kleinere Gemeinschaft attraktiv umzugestalten. Man sollte die Menschen mit geschicktem Marketing auf die Besonderheiten der Minderheit oder des Ortes aufmerksam machen.

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Außerdem machten wir einen Ausflug nach Wien, wo wir nicht einfach das Parlament besuchten, sondern auch mit den Minderheitenbeuftragten der österreichischen Parteien eine Diskussion über die Rechte und über das Bildungswesen der Minderheiten führten. Wir organisierten auch ein „Flashmob“ mit dem Thema „Vielfalt verbindet!“. Wir hatten auch die Möglichkeit in das Leben des slowenischen und kroatischen Klubs hereinzuschauen.

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Wir lernten außer Lockenhaus die Heimat der Burgenlandkroaten, das Mittelburgenland kennen. Nach einer gut gelaunten Weinverkostung wartete in Großwarasdorf ein slowenisches und kroatisches Konzert in Spitzenstimmung auf uns.

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Wir möchten uns bei den beiden Orgateams für die wundervolle Woche und bei der GJU für die Möglichkeit bedanken! Eine Sache ist sicher: Wir haben Vieles nach Hause mitgenommen!

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