SchnellnachrichtenDas LdU-Wanderbündel im Klára-Leőwey-Gymnasium in Fünfkirchen

Das LdU-Wanderbündel im Klára-Leőwey-Gymnasium in Fünfkirchen

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Bericht der Schülerinnen und Schüler der Bildungseinrichtung:

Das LdU-Wanderbündel kam aus Nadwar in unserem Gymnasium an und fungierte als wichtiger Bestandteil der Gedenkveranstaltung am 6. März, die zur Erinnerung an die Vertreibung und Verschleppung der Ungarndeutschen vor 70 Jahren organisiert wurde.

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Das 45-minütige Programm wurde eine Woche zuvor im Rahmen eines Projekttages der deutschen Nationalitätenklassen von den Schülern größtenteils eigenständig entwickelt. In acht gemischten Gruppen, wie Theaterszene, Zeitzeugen, Geschichte, Musik, Kunst, literarische Übersetzung, kreatives Schreiben und „das Bündel“ beschäftigten sich zunächst alle mit dem geschichtlichen Hintergrund sowie mit verschiedenen Zeitzeugenaussagen; anschließend wurde die Thematik weiter vertieft, etwa durch Lektüre und Bearbeitung literarischer Texte, kreatives Arbeiten oder die weitergehende Beschäftigung mit dem historischen Kontext.

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Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe „Wanderbündel“ sahen sich zunächst die Zusammensetzung des LdU-Bündels genauer an und befassten sich dann mit der Frage, was sie selber einpacken würden, wären sie gezwungen, das eigene Zuhause innerhalb von einer Stunde für immer zu verlassen.

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Die Gruppen „Geschichte“ und „Zeitzeugen“ beschäftigten sich mit dem geschichtlichen Hintergrund, wobei sie sich auf Zeitzeugenberichte stützten. Eine Gruppe inszenierte eine rührende Szene über die grausame Einwagonierung der Ungarndeutschen, die Schüler einer anderen Gruppe haben eigene literarische Werke verfasst, andere Schüler haben Werke von Josef Michaelis ins Ungarische übersetzt. Künstlerisch veranlagte Schüler ließen ihrer Phantasie freien Lauf und malten Bilder zum Thema, musikalisch veranlagte vertonten ein Gedicht.

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Damit die ganze Schulgemeinschaft ins Programm miteinbezogen werden konnte, fand die abschließende Gedenkveranstaltung auf Ungarisch statt. Auf diese Weise konnten sich auch die nicht deutschsprachigen Schüler und Lehrer über die Vertreibung der Ungarndeutschen informieren. So konnten auch sie dieses wichtigen Teils unserer Geschichte gedenken und aus ihm lernen.

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