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Gestern – Heute – Morgen

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Der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) feiert 2017 sein 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr begann mit der Gemeinschaftsausstellung der Künstlersektion am 2. März 2017 im Fünfkirchner Lenau Haus.

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Als unabhängiger Verein ist VUdAK unter diesem Namen zwar 25 Jahre alt, doch der Anfang liegt einige Jahrzehnte zurück. Am 6. Oktober 1972 wurde im Demokratischen Verband der Ungarndeutschen die Literarische Sektion gegründet. Die Ausschreibung „Greift zur Feder” war der Startschuss für die ungarndeutsche Gegenwartsliteratur. Sie brachte ein umfangreiches Material, woraus die Anthologie „Tiefe Wurzeln” entstand. Die Autoren des Bandes bildeten fortan die Stammgarde der ungarndeutschen Literatur.

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In den 70er Jahren begann Eva Mayer Künstler mit ungarndeutschem Hintergrund in der „Neuen Zeitung” zu porträtieren. 1979 sprachen bei einer Ausstellung in Fünfkirchen drei ungarndeutsche Maler, Adam Misch, Antal Lux und Josef Bartl, das erste Mal offen über ihre Abstammung. Die Ausstellung setzte ein Zeichen und führte beim Verband der Ungarndeutschen schließlich zur Gründung der Künstlersektion im Jahre 1982.

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Nach der Wende, im Juni 1990, wurde in Petschwar/Pécsvárad die unabhängige Schriftstellerorganisation, der Verband Ungarndeutscher Autoren e. V., gegründet. Auf der Generalversammlung am 12. Februar 1992 beschloss man sich auch für die bildenden Künstler zu öffnen und heißt seitdem Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler e. V.

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Die Ausstellung „Gestern – Heute – Morgen” ist vom Vorsitzenden der Künstlersektion, Ákos Matzon, kuratiert. Sie wird im Mai in Berlin eröffnet und reist danach auch nach Brüssel, Eupen, Stuttgart und abschließend nach Budapest.
Das Grußwort sprach in Fünfkirchen Johann Schuth, der erste Vorsitzende des VUdAK. Eröffnet wurde die Ausstellung von Kunsthistorikerin Borbála Cseh. Für die musikalische Untermalung sorgte die Alte Kameraden Blaskapelle aus Nadasch/Mecseknádasd.

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„VUdAK ist eine Institution, deren Stabilität in der Denkweise zu finden ist. Unsere Ziegel sind die Mitbürger, die unsere Ausstellungen mit Interesse besuchen und die ungarndeutschen Kunstfreunde, von denen die Künstler wertvolle Reflexionen bekommen. VUdAK kennt die Ermahnung der Schrift, und baut nicht auf Sand. Unsere Wurzeln halten fest. Das Streben nach der Qualität, die Freiheit im Schaffen, die ernste Zusammenarbeit und die Kooperation verkörpern die moralische Haltung.” /Borbála Cseh/

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Die Finissage der Ausstellung in Fünfkirchen folgt am 23. März 2017 um 18 Uhr mit einer Lesung der Mitglieder der VUdAK-Literatursektion.

Stefan Szeitz

Fotos: LdU, Lenau Haus

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