SchnellnachrichtenPraktikant trifft: DNG

Praktikant trifft: DNG

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Es ist warm und die Sommerferien stehen vor der Tür. Trotz der Wärme sitzen die Schüler im Kreis um mich herum. Ich bin im Budapester Deutschen Nationalitätengymnasium und Schülerwohnheim zu Besuch, um mir ein Bild von einer deutschsprachigen Schule in Ungarn zu machen.

20.dng_

Ich erzähle von mir, meinem Studium und was ich sonst so mache. Langsam tauen die Schüler auf. Frau Peresztegi, die Lehrerin, hat sich bereit erklärt, sich um mich zu kümmern, mir die Schule und mir ihre Deutschklasse zu zeigen. Die Schüler sind 15 und 16 Jahre alt, sind also noch die Kleinen im Gymnasium. In Deutschland wären sie in der 10. Klasse und würden ihre mittlere Reife bekommen und müssten dann über ihre Zukunft entscheiden, ob sie das Abitur machen möchte oder eine Berufsausbildung machen. Im Gespräch mit den Schülern stelle ich schnell fest, dass einige von ihnen noch keine Ahnung haben, was sie werden möchten. Viele treiben Sport und möchten vielleicht ihr Hobby zum Beruf machen. Andere wiederum möchten gerne Psychologen oder Biochemiker werden. Sie erzählen mir, dass sie Deutsch lernen, weil sie in ihrem Traumberuf die Sprache brauchen werden, da Deutsch neben Englisch in vielen Bereichen nach wie vor Wissenschaftssprache ist. Frau Peresztegi ermutigt die Schüler dabei immer wieder die Sprachblockaden einfach zu überwinden und springt auch helfend ein, wenn unbekannte Wörter aufkommen.

Mich interessierte auch besondern, wie die Schüler, die fast alle Ungarn sind, die deutsche Sprache empfinden. Ich persönlich habe die Grammatik-Stunden früher in der Schule gehasst. Danach gestehen die Schüler, dass auch sie die deutsche Grammatik schwierig finden, vor allem das Passiv und die Infinitive. Schmunzelnd berichte ich ihnen kurz von dem Brandenburgischen Infinitiv, der auch meine Sprache bis heute stark prägt. Das ist eine eigene regionale grammatikalische Struktur, die vor jeden Infinitiv ein zu setzt. Brandenburger haben einen Tisch zu stehen, einen Stift zu liegen etc.

Am diesen sehr warmen Tag haben sowohl die Schüler als auch ich sehr viel gelernt. Die Schüler haben gelernt, dass sie mit ihren Deutschkenntnissen sich schon gut mit einem Muttersprachler unterhalten können. Ich habe viel über das ungarische Schul- und Bildungssystem gelernt.

Ich möchte mich noch einmal herzlich bei dem DNG, bei Frau Tápai, der Direktorin, und Frau Varsányi bedanken, dass sie mir den Besuch erlaubt haben. Besonders möchte ich mich aber bei Frau Peresztegi für den sehr aufschlussreichen Tag bedanken. Vielen Dank!

Susi Bogen
Zentrum-Praktikantin

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.