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Phys-Me: Physik kennt keine Grenzen

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Pressemitteilung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und des von ihr getragenen Valeria-Koch-Bildungszentrums

Das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen arbeitet
mit kroatischen Partnerschulen an der Schaffung eines unterhaltsamen Physikunterrichts

Die Entwicklung des Physikunterrichts, Anschaffung verschiedener Mittel und Geräte, die zur innovativen und unterhaltsamen Vermittlung des Faches beitragen, sowie die Erarbeitung eines neuen Unterrichtsmaterials: dies sind die Ziele des internationalen Projekts, in dem unser Land das von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen getragene Valeria-Koch-Bildungszentrum zu Fünfkirchen vertritt. Die Informationsveranstaltung der mit zwei Mittelschulen in Kroatien zusammen gestarteten Initiative wurde am 21. September, am Tag der Europäischen Kooperation im Bildungszentrum in Fünfkirchen ausgetragen.

Vortrag_mit_Experiment

Ohne eine Stromquelle zauberte Fünfkirchner Physiklehrer Ákos Markovics ein leuchtendes Lichtschwert, anschließend verriet er seinem Publikum mithilfe eines Experiments, dass das wphl coolste Getränk des Discotheken das Tonic ist, weil es bei einem UV-Licht eine hellblaue Farbe bekommt. In einem mit spektakulären Präsentationen illustrierten Vortrag stellten Physiklehrer aus Kroatien und Ungarn ihre gemeinsamen Vorstellungen, die sie im Rahmen dieses Projektes verwirklichen wollen, vor.

„Wir sind der Überzeugung, dass in der Physikstunde bisher oft verwendete Ausdrücke wie zum Beispiel schau zu, lies, hör zu durch solche wie fass an, sammle, beobachte, stelle dar, probiere aus, miss ersetzt werden müssen”, betonten kroatische und ungarische Physiklehrer in ihrem gemeinsamen Informationsvortrag. „Nur das aktive Miteinbeziehen der Schülerinnen und Schüler kann dazu führen, dass das bislang als unverständlich und kompliziert empfundene Fach Physik als interessante und nützliche Wissenschaft betrachtet wird.

Akos_Markovics_und_das_blaue_Tonic

Die am Projekt mitwirkenden Lehrkräfte seien der Meinung, dass eine gute Chance besteht, das Fach im Kreise der Schülerinnen und Schüler attraktiver zu machen – betonte man während der vor Lehrern, Schülern, Studenten und den Medien gehaltenen Präsentation. Dazu benötige man aber unbedingt innovative Methoden und viel besser ausgerüstete Labors und Physikräume. Dieses grenzübergreifende, sogenannte Interreg-Projekt bietet die dazu nötige Förderung, und zwar im Wert von 224.000 Euro. Das Fünfkirchner Bildungszentrum arbeiten mit einer elektrotechnischen Mittelschule in Osijek, sowie einem Gymnasium in Dakovo, mit der technischen und koordinierenden Unterstützung der Regionalen Entwicklungsagentur Slawonien und Branau GmbH. 16 Monate lang gemeinsam an der Lösung. Workshops für Lehrkräfte werden ausgetragen – mal in dem einen, mal im anderen Land, eine Gruppe aus den im Fach begabtesten Schüler begibt sich demnächst auf eine Studienreise nach Deutschland, und man plant Physikfachzirkel und auch ein Wissenschaftssommercamp zu organisieren. Endergebnis soll ein neues Lernmaterial werden, dessen spannendster Teil ein Inventar von Experimenten sein wird, versehen mit einem Lehrbehelf. Zum Schluss des Projekts ist eine „Phys-Me“ Ausstellung geplant, die Fachlehrkräfte aus anderen Bildungseinrichtungen mit den wichtigsten Ergebnissen vertraut macht.

Publikum

„Als deutsche Nationalitätenschule sind wir recht stolz darauf, dass wir auch an naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerben sehr schöne Erfolge erzielen“ – sagt Monika Miklán, Englischlehrerin des Valeria-Koch-Bildungszentrums, die vor allem in der Projektkoordinierung eine Rolle spielt. „Laut des pädagogischen Programms unserer Schule ist unser Ziel, Schülerinnen und Schüler zu erziehen, die sich mit den ungarndeutschen Werten identifizieren können, und daneben auch offen für die Welt sind. Unsere Bildungseinrichtung erarbeitet und verwendet gerne neue Methoden. Heutzutage wird in der Bildungspolitik sehr oft die Wichtigkeit der Naturwissenschaften betont, und der Schlüssel dazu ist, das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu wecken – beispielsweise mit solchen Projekten. Unsere Schüler können sich sehr glücklich schätzen, weil sie durch den Nationalitätenunterricht und durch ihre hervorragenden Sprachkenntnisse leicht einen Weg zu den immer bedeutenderen deutschen Firmen der Region finden und an dualer Fachausbildung teilnehmen können. Wir glauben daran, dass unser Projekt zu weiteren guten Wettbewerbsergebnissen verhilft und auch zur Berufswahl motivierend beiträgt.“

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