SchnellnachrichtenLandestreffen der Schwabenkapellen - Diesmal in Bohl

Landestreffen der Schwabenkapellen – Diesmal in Bohl

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Am 15. Oktober 2017 begann das Programm in der Redoute und Bibliothek Erzsébet. Im überfüllten Saal konnten wir viele bekannte Gesichter sehen, die erwartungsvoll auf den Beginn der Veranstaltung warteten.

6962_Harmonika

Zur Eröffnung des VII. Landestreffens der ungarndeutschen Schwabenkapellen wurden die ungarische und die ungarndeutsche Hymne von der Harmonikagruppe der Kunst- und Musikschule aus Bohl unter der Leitung von Aranka Ladócki gespielt. Darauf begrüßte der Moderator Manfred Mayrhofer die anwesenden Gäste und bat Josef Hárs, den Bürgermeister von Bohl, DNSV-Vorsitzende Katalin Győri-Meiszter ihre Grußworte an das Auditorium zu richten. Anschließend übernahm der Vorsitzende des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen das Wort und sprach die Wichtigkeit so eines Treffens, aber auch die bevorstehenden Wahlen 2018 an. Nachdem er auch die Vertreterin der LdU, Dr. Hajnalka Gutai, auf das Herzlichste begrüßt hatte, übergab er dem Moderator wieder das Wort. In seiner Moderation begrüßte Herr Mayrhofer viele Landsleute aus Bohl, Werischwar, Lantschuk, Boschok, Fünfkirchen, Nadasch und Nadwar. Er bedankte sich bei allen Sponsoren, dem Ministerium für Humanressourcen, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, der Deutschen Selbstverwaltung und der Stadt Bohl sowie dem Landesrat.

6923_Hymnen

Anschließend gab er eine kurze Information über den Landesrat und seine Tätigkeit sowie einen kurzen Umriss über die Geschichte dieses Programms und welche Erwartungen der Landesrat damit verbunden hatte.

Das Treffen der Schwabenball-Kapellen bestand aus zwei Teilen. Zuerst spielte jede Kapelle ein ca. 15-minütiges Präsentationsprogramm, daran schloss sich der Protokollteil an. Nach einer kleinen Pause begann das freie Spiel der Kapellen – „Die lustigen Zeiten“ – der Ball.

Die erste Kapelle im Programm waren die Takser Spatzen.
Diese Kapelle wurde 2012 mit den Absichten gegründet, die schwäbischen volksmusikalischen Traditionen zu pflegen und der jüngeren Generation diese Musik bekannt und beliebt zu machen. Der Grundstock ihres Repertoires ist die traditionelle Volksmusik, aber sie spielen auch österreichische, Oberkrainer und Unterhaltungsmusik. Im Präsentationsprogramm hatten sie „Auf zum Sieg“, die „Wiesengraben“ und die „Anna Polka“. Der Leiter der Kapelle ist Davis Solymosi.

6945_Takser

Ihnen folgten die aus Werischwar kommenden Bergländer Buam.
Die Kapelle wurde am 31. Juli 2016 von jungen begeisterten Musikern gegründet, zu deren Ziele die traditionellen donauschwäbischen Melodien wieder zum Erklingen zu bringen, sie zu pflegen und zu bewahren sind. Ihr Präsentationsprogramm bestand aus dem „Schlagfertig Marsch“, der „Maria-Polka“, „Neujahr 58“, der „Johann Polka“, „Schwiegermuada Polka“ und der „Lahmgruam Polka“. Leiter der Kapelle sind Martin Schuck und Áron Botzheim. Die Musik wurde von Sándor Kaszàs bearbeitet.

Berlander

Nicht nur Blaskapellen kamen bei diesem Programm zum Zug, sondern auch eine Harmonikakapelle, die Harmonikakapelle aus Bohl.
Die Harmonikabewegung in Bohl wurde im Jahr 2000 gegründet, um in der Musikschule das Harmonikaspiel zu verbreiten. In der heutigen Besetzung spielen sie nun seit zwei Jahren. Sie treten bei Veranstaltungen der Musikschule auf, bei Ereignissen der DNSV und in der Umgebung. Im Sommer sind sie in der deutschen Partnerstadt Heroldsberg als Gäste aufgetreten. Die Mitglieder sind Gergő Grób, Jakab Zétény, Robert Maml, Kristóf Tóth, Ákos Vajta, Mátyás Wehring. Die Leiterin ist Aranka Ladócki, Harmonikalehrerin an der Kunstschule Bohl. Das Programm, das sie uns präsentierten, beinhaltete den „Schneewalzer“, „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, „Edelweiß“ und die „Stern Polka“.

6963_Harmonika

Die Kapelle „Heimattöne“ aus Schemling war die nächste im Programm.
Die von Nándor Berendi leitete Kapelle ist aus der Gemeinde Schemling in Ungarn. Die Kapelle wurde 2006 mit dem Ziel gegründet, die ungarische Musikkultur zu pflegen und bekannt zu machen. Im Programm sind Polkas, Walzer, Märsche, Mazurken, Fox und Tangos. Die Kapelle hat fünf Mitglieder und hatte schon sowohl in Ungarn als auch im Ausland mehrere Auftritte. Organisiert durch den Weltdachverband der Donauschwaben und den Landesrat, zwei Auftritte in den USA – im August 2015 war die Kapelle in den USA, in Los Angeles (Anaheim) – mit der Füzes-Tanzgruppe aus Kleinturwall. Auf dem „Landestrachtenfest der Donauschwaben” wurde mit großem Erfolg musiziert. Dieses Jahr im August war die Kapelle mit der donauschwäbischen Tanzgruppe aus Werischwar in Nordamerika. Dort hatten sie vier Auftritte in den USA und einen in Kanada. Die Kapelle hat drei CDs bespielt. Auf ihrem Präsentationsprogramm stand der „Geschtitzer Marsch, „Schön Ist Die Jugend“, die Polka „Urlaubschein“ sowie die Schnellpolka „Etwas Frisches“. Die musikalische Bearbeitung war vom Leiter der Kapelle Nandor Berendi.

6977_Heimattone

Die Neun Branauer Musikanten beschlossen das Präsentationsprogramm.
Diese Kapelle entstand durch den Zusammenschluss von benachbarten Kapellmeistern am 12. März 2011 mit dem Ziel, die Stimmung der früheren Schwabenbälle und das alte schwäbische Brauchtum in der heutigen modernen Welt wieder aufleben zu lassen. Ständig sammeln sie die noch auf Dachböden herumliegenden alten schwäbischen Blaskapellennoten, die von den ehemaligen Kapellmeistern komponiert und instrumentiert worden sind, die sie dann neu bearbeitet erklingen lassen und ins Archiv setzen. Ihr Programm war: der Marsch „Fröhliche Morgenstund“ (Stefan Hornung), die „Lentschi Polka“ (bearb. Anton Farkas), der „Bürger Landler“ aus Haimasch/Nagyhajmás und die „62. Polka“ von Josef Aubert. Leiter der Kapelle ist Johann Hahn.

7003_Branauer

Anschließend folgte der protokollarische Teil. Jeder Leiter der teilnehmenden Kapellen erhielt eine Ehrenurkunde sowie eine kleine Kristallglocke aus Ajka, worauf als Widmung der Name der Veranstaltung und das Wappen des Landesrates eingraviert sind. Die deutsche Selbstverwaltung und das Bürgermeisteramt stellten sich ebenfalls mit kleinen Geschenken ein.

2017-10-15_BOHL_WuRDIGUNGEN_L1000219_015

Nach einer kurzen Pause, die zum Umbau benutzt wurde, begann das freie Spiel jeder Kapelle. Das Tanzbein wurde geschwungen, viele gute Gespräche wurden geführt und Freundschaften erneuert.
Beschwingt und guter Laune wurde dann der Heimweg angetreten. Für uns bis Budapest.

Text: Manfred Mayrhofer

Bilder: Peter Máy (Máy Fotóstúdió – Bóly) und M. Mayrhofer

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.