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Trautsondorfer Schwabenball in Potok
„Eine ziemlich unbekannte Wunderregion” – mit diesem Titel verfassten wir letztes Jahr einen Artikel in der Neuen Zeitung (Nr. 45/2018). Die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher organisierte nämlich im Oktober 2018 eine „Entdeckungstour” in die aus ungarndeutscher Hinsicht weniger bekannte Region des Landes. Schon die erste Begegnung mit den hiesigen Ungarndeutschen war besonders erfolgreich gewesen, wir hatten damals auch eine Einladung zu dem Trautsondorfer Schwabenball von der Vorsitzenden der örtlichen deutschen Selbstverwaltung Éva Stumpf bzw. von der LdU-Regionalbüroleiterin Enikő Stumpf bekommen, welche wir auch annahmen. So fuhr ich am 1. Feber 2019 in das Tokajer Bergland, um Kontakte mit den dortigen aktiven ungarndeutschen Jugendlichen auszubauen.
Der Trautsondorfer Schwabenball findet seit fünf Jahren schon wegen des Platzmangels nicht in dem Kulturzentrum der Gemeimde, sondern in der von dem berühmten Architekten Imre Makovecz entworfenen Aula des Potoker Árpád-Vezér-Gymnasiums. Heuer nahmen 400 Gäste an der Feierlichkeit teil, damit ist nun der Trautsondorfer Schwabenball eine regionale Veranstaltung der Deutschen geworden.
Nicht nur ich war der einzige GJU-ler, der so einen langen Weg hinterlegte, sondern auch viele Mitglieder des Wemender GJU-Freundeskreises waren mit dabei. Sie trugen in der Formation Wemender Männerchor ungarndeutsche Volkslieder vor, und zwar mit großem Erfolg.
Außer den Wemender Burschen bereicherten noch der Chor Freundschaft und die Klang-Singkapelle aus Trautsondorf sowie der Chor der Deutschen Selbstverwaltung Potok das Kulturprogramm. Dabei konnte ich bemerken, dass das Singen von deutschen Volksliedern eine große Tradition in dieser Gegend hat.
Als GJU-Vizevorsitzender hatte ich den ehrenvollen Auftrag, eine Begrüßungsrede zu halten. Ich betonte in meiner Rede, dass die GJU als eine landesweite ungarndeutsche Jugendorganisation nicht nur in der Branau oder im Komitat Pesth stark vertreten sein soll, sie braucht auch neue Mitgliedsorganisationen aus allen Landesteilen, die historisch deutsch geprägt sind. Dies ist eine Priorität für sie.
In Traustsondorf gibt es einige Ungarndeutsche, die sich als Mitglieder des Heimat-Volkstanzvereins an dem kulturellen Leben ihrer Ortschaft beteiligen. Das bewiesen sie auch bei der Eröffnung des Schwabenballs: Ihre niveauvolle Tanzproduktion belohne das Publikum mit großem Applaus. Ich hatte während der Veranstaltung die Gelegenheit, mit ihnen zu unterhalten, die GJU ausführlich vorzustellen und sie zu unserer Jubiläumsfeier nach Fünfkirchen einzuladen.
Aber nicht nur die gute Stimmung des Balls – wofür auch die Eber Kapelle aus Maan sorgte – möchte ich hervorheben. Die Trautsondorfer zeigten uns am Samstag ihre wunderschöne Gemeinde am Fuße des Semplin-Gebirges. Wir wurden reich bewirtet, das Rehgulasch von Vettern Tibor und Csaba sowie der Wein der Könige bei der Götz-Kellerei schmeckten wunderbar.
Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft! Hoffentlich steht der Eintritt der Trautsondorfer Jugend in die GJU nicht weit…
Martin Surman-Majeczki
Fotos: Olivér Bittner, Róbert Gász, Martin Surman-Majeczki








