BuchtippJosef Trabert: Die zweite Heimat

Josef Trabert: Die zweite Heimat

Für unsere regelmäßig erscheinenden Buchtipps:
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Das Schicksal der meisten ungarndeutschen Familien war nach dem Zweiten Weltkrieg besonders schwer. Es war von Flucht, Vertreibung, Kriegsgefangenschaft, Entrechtung, Enteignung, Heimweh und Schwierigkeiten des Neuanfangs in Ungarn oder im Ausland geprägt. Viele Familien mussten in Deutschland, in der neuen Heimat, das Leben oft getrennt von anderen Familienmitgliedern neu anfangen. Nicht anders ging es der aus Wemend stammenden Familie Trabert. Darüber berichtet Josef Trabert in seiner Familienchronik.

Die zweite Heimat Umschlag

Die Geschichte fängt im Jahre 1933 mit der Geburt des kleinen Josefs an, aber es wird auch – soweit die Erinnerungen reichen – über die Großeltern und den Ersten Weltkrieg erzählt. Die Geschichte besteht aus drei Teilen: Im ersten geht es um seine Kindheit, über das Alltagsleben in Wemend und darüber, was mit den einzelnen Familienmitgliedern bis zur Aussiedlung der Familie im Jahre 1947 in die Sowjetische Besatzungszone (später DDR) geschehen ist. Der zweite trägt nicht ohne Grund den Titel Heimatlos. Der erzählt über die Ankunft des Familienvaters, die Flucht der Familie aus der DDR nach Westdeutschland sowie die Jugendjahre von Josef Trabert. Der letzte Teil schildert uns den eigentlichen Neuanfang und die Familiengründung in der neuen, schon zur zweiten Heimat ernannten BRD. Der erste Ungarnbesuch und die Wiederbelebung der Kontakte zu Ungarn und Wemend werden hier auch beschrieben. Auf den letzten Seiten kommen die Tochter und die Enkelin zu Wort und schreiben über die eigenen Erfahrungen bezüglich Ungarn und über die Beziehung zu den ungarndeutschen Wurzeln.

Fast auf jeder Seite tauchen Familienfotos oder Dokumente auf, die dem Buch einen besonderen Charakter geben, als ob man im Familienalbum der Familie Trabert blättern würde. Beim Lesen hat man aber öfters das Gefühl, als ob es hier um die eigene Familie gehen würde, denn bestimmte Geschehnisse haben viele ungarndeutsche Familien betroffen haben. So ist das Buch eigentlich Allen zu empfehlen, die diese Epoche der ungarndeutschen Geschichte aus der Sicht der Alltagsmenschen kennenlernen möchten.

Josef Trabert: Die zweite Heimat
Eine Familienchronik aus Südungarn
Ulm : danube books Verlag e.K. , 2016.
92 S.
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek zugänglich. Weitere Informationen: info@bibliothek.hu

Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.