Nachrichten„Heimat, jetzt wissen wir erst, was du für uns bedeutest“

„Heimat, jetzt wissen wir erst, was du für uns bedeutest“

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Mit Kranzniederlegung erinnerten sich die Perwaller am 14. April an die vertriebenen Ungarndeutschen. Zu diesem Anlass schickte Anikó Bakai in Vertretung der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung der Gemeinde unserer Redaktion folgende Veranstaltungsfotos und einen Tagebucheintrag:

A magyarországi németek elűzetéséről emlékeztek meg Perbálon  / In Erinnerung an die Vertreibung der Ungarndeutschen - Gedenkfeier in Perwall

 „Der 5. April 1946 war der Tag des Abschieds. Im Tagebucheintrag meines verstorbenen Bruders steht in ungarischer Sprache folgendes:
Die Zeit ist gekommen, wir müssen gehen. Alle Mühe war umsonst. Ich habe es mir leicht vorgestellt, aber es fällt mir schwer.
Das Gepäck steht schon draußen. Wir müssen das Haus verlassen, wer weiß wohin? Vielleicht wird es besser oder schlechter, besser glaube ich jedoch kaum.
Viele Seiten könnte man niederschreiben, aber alles kann man doch nicht festhalten.
Wir erwarten jede Minute den Pferdewagen, es wäre vielleicht schon besser, nicht mehr da zu sein. Vor der Tür stehen schon die habgierigen Nutznießer, die darauf warten, dass wir das Haus verlassen. Gehen, gehen, so schnell wie möglich, um weiteren Scherz zu ersparen.
Vielleicht schreibe ich das letzte Mal daheim auf dem Tisch.
Heimat, jetzt wissen wir erst, was du für uns bedeutest.“
Thomas Walter/Perwall/Heimatbuch

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.