Bibliothek @deGeorg Müller - Heiner Friedrich: Deutsche protestantische Ansiedlung in Südungarn im 18./19....

Georg Müller – Heiner Friedrich: Deutsche protestantische Ansiedlung in Südungarn im 18./19. Jahrhundert

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Das Jahr 2017 war aus zwei Gründen bezüglich Familienforschung und Neubeschaffungen im Leben der Ungarndeutschen Bibliothek erfreulich. Erstens sind die letzten zwei Bände der „Stader-Reihe“ erschienen, zweitens wurde unsere Sammlung auch mit dieser 2016 herausgegebenen insgesamt dreibändigen Ausgabe über die protestantischen Ansiedler bereichert.

Deutsche Protestantische Ansiedlung

Die Ansiedlung der Protestanten nach Südungarn – der Titel ist ein wenig verwirrend, es geht hier nämlich um Südtransdanubien – in den Territorien der Komitaten Tolnau, Schomodei und Branau erfolgte in erster Linie auf privatem Weg durch Grundherren. Einer der bekanntesten ist Graf Mercy gewesen, dem auch die Ansiedlung der protestantischen Ungarndeutschen im Komitat Tolnau zu verdanken ist.

In dieser dreibändigen Arbeit sind nicht nur Daten und Jahreszahlen aufgelistet. Im ersten Band ist ein geschichtlicher Teil zu finden, in dem es auch über die Umstände und Gründe der Ansiedlung detailliert geschrieben wird. Die drei Komitate und die einzelnen ungarndeutschen Siedlungen werden bezüglich deren Ansiedlung auch bearbeitet. Neben den Auswanderungsgründen und Umständen werden die einzelnen Herkunftsorte behandelt, die gegenwärtige Postleitzahl in Deutschland wird ebenfalls angegeben. Die Herkunftssiedlungen sind auf heutigen Karten aufgezeichnet, es wurden sogar zu einer ersten Orientierung der Forscher die Namen einiger der ersten Auswanderer aufgeführt.

In den drei Bänden sind im Familienregister circa 1400 in der Schwäbischen Türkei angesiedelten Familien aufgelistet. Unter den Datensätzen findet man (falls vorhanden) die kompletten Familiendaten: den Siedler, dessen Eltern, Kinder, Paten, Trauzeugen und in manchen Fällen wird auch der Beruf angegeben. Letztlich ergeben sich insgesamt hunderttausend Namen in den drei Bänden. Um diese Daten zusammensammeln zu können, wurden circa 50 Kirchenbücher aus Ungarn und circa 700 Kirchenbücher aus Deutschland bearbeitet, die Aufarbeitung dauerte 25 Jahre. Die Familienforschung ist eine unendliche, mühselige, doch interessante Tätigkeit. Diese wertvolle dreibändige Publikation wird vielen Familienforschern die Forschungsarbeit wesentlich erleichtern.

Das Buch ist für solche Familienforscher empfehlenswert, die die ungarndeutschen protestantischen Familien aus den genannten Gebieten erforschen möchten, aber auch für alle, die sich für die protestantische Ansiedlungsgeschichte von Südtransdanubien interessieren.

Georg Müller – Heiner Friedrich: Deutsche protestantische Ansiedlung in Südungarn im 18./19. Jahrhundert (1.-3.)
Darmstadt : Hessisches familiengeschichtliche Vereinigung e.V., 2016.
2804.S. + 53.S. Beilageheft mit Abkürzungen, Ill.
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek zugänglich. Weitere Informationen: info@bibliothek.hu

Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.