default @deNeudörfler Traditionen zu Gast im Freilichtmuseum von Szentendre

Neudörfler Traditionen zu Gast im Freilichtmuseum von Szentendre

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Auftakt
Ein schönes Bauernhaus stand in der Gemeinde zum Verkauf. 2009 hatten sich die beiden Selbstverwaltungen des Dorfes zusammengetan und mit gemeinsamer Hilfe den Kauf abgewickelt, das Haus wurde dann mit den Gegenständen der ehemaligen Heimatstube eingerichtet. Das Heimatmuseum bietet seitdem Platz für die noch 2003 entstandene Sammlung und ist ein Ort sämtlicher Veranstaltungen und Programme.

69692676_1642654315870517_2883771931662745600_o

Die Einladung
Im Frühling kam der Anruf: Da das Heimatmuseum von Neudörfl in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert (wir haben garnicht daran gedacht), wurde es zum Programm des Freilichtmuseums von Szentendre „Hagyományaink vendégségben” (Traditionen zu Gast) eingeladen. Dieses Jahr wurde als zentrale Thema „Unsere Erinnerungen im Ersten Weltkrieg“ angegeben, aber die Selbstverwaltung wurde darum gebeten, das Thema „Apfel“ aufzugreifen.

69984054_1642655745870374_430569663970148352_o

Der Apfel
Dieses wunderbare Obst, das zahlreiche Vitamine enthält und ein wertvolles Nahrungsmittel ist, bietet auch als Thema zahlreiche Möglichkeiten wie Bastelidee für die Kinder, Kostprobe für Alle und vieles mehr.
Unsere Selbstverwaltung hatte eine geniale Idee: Wir nahmen ungarische Äpfel, eine Weinpresse und Obstmühle mit und produzierten an Ort und Stelle Apfelsaft. Das Pressen war eine große Attraktion, zugleich eine Sensation für Jung und Alt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Besucher, Fachleute und Aussteller hatten großes Interesse daran. Alle tummelten sich vor dem Stand und schauten zu, wie der Apfelsaft entstand. Der Saft war lecker, ohne jegliche Konservierungsstoffe. Dazu wurden leckere Kuchen mit Apfel angeboten: Vom Apfelstrudel bis zum Kokos-Apfel-Kuchen. Als Geschenk des Neudörfler Bauernhofs bekamen wir Apfelessig und eine Familie schenkte uns zwei Liter Apfelschnaps, die man auch kosten durfte. Sogar rote Äpfel (karamellisierte Äpfel) wurden zubereitet. Eine Augenweide für Kinder und schmackhafte Nahrung für Wespen! Und sogleich eine Kalorienbombe!

69644463_1642665039202778_7204342824794324992_o

An diesem Tag war das Freilichtmuseum voll mit Tanzgruppen, Mitarbeitern von Heimatmuseen und Freiwilligen. Sie haben ihr Können gezeigt. Ihre Schätze, ihre Lieder und Tänze. Der Besucherandrang blieb aber leider aus. Auch wegen des wechselhaften Wetters. Gerade dann, wenn es am schönsten wurde und die Gruppen anfingen, einander kennenzulernen, begann es zu regnen. Mal weniger, dann in Strömen. Das hinderte aber niemanden, ihre Programme fortzusetzen. Wie auch unsere Freiwilligen, die geblieben sind. Sie ließen sich nicht abschrecken. Es gab noch Apfelkuchen, die wir nicht mit nach Hause nehmen wollten. Und das Wetter hat unsere Ausdauer belohnt! Die Sonne kam raus, alle Kuchen wurden verteilt und verzehrt.

Zu Hause
Kaum angekommen, grübelten die Mitglieder der Selbstverwaltung über die Wiederholung des Tages auch zu Hause. Die Vorbereitungen laufen noch, aber auch die Dorfbewohner können Anfang Oktober an einer ähnlichen Veranstaltung die Schönheit der herbstlichen Natur genießen: Mit Apfel, Kuchen und einem gemütlichen Beisammensein.

Ch.P.

Weitere Fotos >>>

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.