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Schaubacken unter der Leitung von Omas

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„Großmutters Küche” in Nadasch

Was macht ein richtiges Faschingsgebäck aus? Welche Zutaten brauchen wir? Was ist das Geheimnis hinter den Kränzchen der Faschingskrapfen? Auf diese und viele andere brennende Fragen bekamen die backlustigen Nadascher unter der Leitung von drei routinierten Köchinnen Antworten: Die Nadascher Deutsche Selbstverwaltung veranstaltete nämlich am 18. Januar ein Schaubacken, bei dem auch die Teilnehmer mitmachen und alle Arbeitsphasen selber ausprobieren konnten.

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Mitten in der Faschingszeit war es natürlich keine Frage: Faschingsgebäcke müssen gebacken werden. Auf den Tischen standen alle Zutaten und Zubehöre für das große Backen bereit: Mehl, Eier, Zucker, Salz, Vanillezucker, Franzbranntwein, Gerbe, Milch, Wasser, Zimt und natürlich die wichtigsten Küchenutensilien – alles Familienerbstücke, wie die Rezepte natürlich auch. Gebacken wurden die ortstypischen Nadascher Faschingsgebäcke „Gvattrmannstuse”, „Tirre Krapfe”, „Schneepallr” und „Faschingskrapfe”. Bei vier Tischen wurde gemeinsam der Teig geknetet ausgerollt, geformt und zugeschnitten und zum Schluss in heißem Fett ausgebacken. Viel Spaß dabei hatten alle. Zum Schluss wurden die fertigen Gebäcke gemeinsam verkostet und für zu Hause eingepackt.

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„Es hat mich gestaunt, dass so viele darauf neugierig waren, was wir alte Frauen ihnen noch haben zeigen können. Ich habe heute „Tirre Krapfe” und „Gvattrmannstuse” mit den jungen Leuten hier gebacken und ihnen gezeigt, wie ich das von meiner Mutter gelernt habe. Diese wurden bei uns immer in der Faschingszeit gebacken, heute backe ich sie mit meiner Tochter und meiner Enkelin“ – sagte Maria Fritz, eine der Großmütter. Beim anderen Tisch zeigte die eingeübte Köchin und Urgroßmutter Eva Baranyai den Anwesenden, wie sie in ihrer Familie den Faschingskrapfen gebacken haben. In die Geheimnisse des echt-Nadascher Schneepallrs führte die Interessenten Maria Frank, ebenfalls stolze Urgroßmutter, ein.
Der Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Nadasch, Ákos Müller, bedankte sich bei Maria Baranyai, Maria Frank und Maria Fritz für ihre Offenheit, die Leitung des Backkurses „Großmutters Küche” auf sich zu nehmen und bat sie alle, sich schon zu überlegen, welche ihrer Rezepte sie für einen weiteren Back-Kurs vorschlagen würden. Müller verriet, die Deutsche Selbstverwaltung plant dieses Jahr noch weitere 4-5 solche Back- und Kochkurse. Der nächste soll schon im Frühjahr abgehalten werden.

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Die Idee „Großmutters Küche“ kam der Deutschen Selbstverwaltung letzten Herbst, als sie die erste Sitzung als 5-köpfige Körperschaft abgehalten haben. Für heuer planen sie mehrere musikalische, wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen, die übrigens jedes Jahr mit großem Interesse von Nadasch und auch von außerhalb verfolgt werden.

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„Wir wollten heuer eine Programmreihe starten, in der auch unsere Gastronomie zum Vorschein kommt und auch die Gemeinschaft ein bisschen mehr zusammenbringt. Wir wollten alte Familienrezepte kennenlernen und die Herstellungsphasen der Gebäcke gemeinsam einüben. Die Traditionsvermittlung unter den Generationen ist uns, denke ich, sehr gut gelungen“ so Ákos Müller. „Es war für uns eine große Freude, dass sich bereits für den ersten Termin so viele gemeldet haben und besonders freut es mich, dass auch viele junge Menschen dabei waren. Wir konnten viel neues lernen und haben gemeinsam einen schönen Nachmittag verbracht“ – summierte der Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Nadasch.

Die Rezepte, des ersten traditionsstiftenden Schaubackens, sind bereits auf der Facebook-Seite der Deutschen Selbstverwaltung Nadasch zu finden und können gerne nachgebacken werden. Aus den Backkursen soll in Zukunft eine Rezeptsammlung entstehen, die hoffentlich vielen Freude bereiten und auch öffentlich zugänglich gemacht wird. Die Teilnehmer und auch die Organisatoren hatten viel Spaß in „Großmutters Küche“ und freuen sich schon auf das nächste gemeinsame Backen im Frühjahr.

Gabriella Sós

Weitere Fotos und die Rezepte auf Ungarisch>>>

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