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Beispielhafte Woche in der Kinderburg

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„Stimmen wir an!“ – unter diesem Motto hat der Hartianer Deutsche Nationalitätenkindergarten Kinderburg seine traditionelle Nationalitätenwoche vom 27.-31. Jänner veranstaltet. Im Fokus der diesjährigen thematischen Woche standen die reichen Blasmusik- und Volkstanztraditionen der ungarndeutschen Kleinstadt im Komitat Pesth.

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Als neuer Vertreter der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung nahm ich zum ersten Mal offiziell an der Nationalitätenwoche teil. Die Stimmung der Veranstaltung faszinierte mich von der ersten Minute an. In der Aula der Bildungseinrichtung empfing die Besucher eine nette Installation, die aus einer nach den örtlichen Faschingstraditionen dekorierten Schwabenstube, aus einer kleinen Blasinstrumenten-Ausstellung bzw. aus Bildern von alten und heutigen ungarndeutschen Blaskapellen bestand. Aber nicht nur die Dekoration war von Anfang an beeindruckend, die Begeisterung, die sowohl von der Seite der Pädagoginnen als auch der Kinder zu spüren war, machte einen besonderen Eindruck.
Die Kindergartenleitung und das Pädagogenkollegium ist sehr engagiert und legt einen besonderen Akzent auf die methodische Vielfalt, auf die Interaktivität in der Vermittlung von Sprache und Identität. In den vorigen Jahren sind auch immer interessante Themenkreise aufgearbeitet worden, aber die diesjährige Veranstaltung ragt aus der Reihe der bisherigen Nationalitätenwochen doch ein bisschen heraus.

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Während der Woche wurde jede Gruppe nach einer Hartianer Blaskapelle benannt, so konnten sich die Kinder zum Beispiel als Mitglieder der Alten Bande, der Schenk Bande oder der Schwäbischen Party fühlen.

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Jeder Tag hatte eine eigene Thematik. Am Montag stellten die Schulkinder unter der Leitung von Georg Majer ihre Tanzkenntnisse vor. Am Dienstag boten die Hartianer Schüler der Erkiner Musikschule unter der Leitung von Anton Tóth ein kleines Programm mit ihren Blasinstrumenten dar. Am Mittwoch konnten die Kinder ihr eigenes Instrument fertigstellen. Am Donnerstag brachte Gábor Serfel sein eigenes Instrument, die Tuba, den Kindern näher. Und am Abschlusstag schuf Anton Lauter mit seinem Akkordeon echte Faschingsstimmung. Im Mittelpunkt des Tages stand das Blochziehen. Es war schön zu sehen, wie eifrig die Jungs das Bloch am Fuß ihrer Partnerin festbanden und gemeinsam Walzer tanzten. Anschließend fand ein Umzug durch den Kindergarten mit den verzierten Blöchern statt und in der Aula tanzten alle Kinder gemeinsam zu ungarndeutschen Melodien. Und sie taten es euphorisch. Meiner Ansicht nach haben unsere Musik- und Tanztraditionen nur dann eine Zukunft, wenn die Kinder sie schon in jungem Alter liebgewinnen. Dazu tragen solche Gelegenheiten auf jeden Fall in großem Maße bei.

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Eine wesentliche Kleinigkeit fiel mir noch auf, die ich super fand: Während der Nationalitätenwoche war im Kindergarten alles zweisprachig beschriftet. Das möchte die Leitung von nun an konsequent fortsetzen. Das sollte auch anderen Bildungseinrichtungen als gutes Beispiel dienen.

Ich kann zu der gelungenen Projektwoche nur herzlichst gratulieren. Ich bedanke mich für die nette Gastfreundschaft bei der Kindergartenleiterin Ildikó Rizmajer und bei der Leiterin der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Anita Szaller. Ich komme immer gerne zurück.

Martin Surman-Majeczki

Vertreter der Deutschen Selbstverwaltung von Hartian

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